Fußball: Entscheidungsspiel mit SV St. Tönis
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 31.07.2008Das wochenlange Hick-Hack ist vorbei. Denn die Spruchkammer des Fußballkreises Kempen/Krefeld hat entschieden, dass der TSV Kaldenkirchen mit seinem Einspruch Recht hatte.
Somit dürfen die D-Jugendlichen in einem Entscheidungsspiel gegen den SV St. Tönis doch noch um den Aufstieg in die Bestengruppe kämpfen. Nach dem Aufstieg von Tura Brüggen spielen aus diesem Grund in der kommenden Saison 13 statt zwölf Teams in der Liga.
Der Fall begann schon Ende Mai. Nach der Auslosung der Dreiergruppen für die Bestengruppen-Qualifikation zog Schaag seine D-Jugend zurück, so dass Kaldenkirchen und St. Tönis allein in der Gruppe waren. Dann hätte es ein Hin- und Rückspiel zwischen den beiden gegeben. Noch vor dem ersten Spiel ließ der Vorstand des Fußballkreises um den Vorsitzenden Willi Wittmann jedoch Tura Brüggen in die Gruppe nachrücken – ein Verstoß gegen die Durchführungsbestimmungen. „Das war ein Haken, den wir nicht berücksichtigt haben“, sagt Wittmann. Obwohl sowohl die Kaldenkirchener als auch die Verantwortlichen aus St. Tönis schon damals auf diesen Fauxpas aufmerksam gemacht hatten, ließ der Kreis die Brüggener dennoch in der Runde. „Aus sportlichen Gründen sahen wir das als richtig an“, sagt Wittmann. Das Problem: Brüggen, das eigentlich gar nicht hätte nachrücken dürfen, gewann beide Spiele und stieg auf.
Zweimal wurde ein Einspruch der Kaldenkirchener, die das erste Spiel gegen St. Tönis 1:0 gewannen und auf ein Rückspiel hofften, abgewehrt – bis die Spruchkammer schließlich feststellte, dass die Entscheidung, Tura nachrücken zu lassen, nicht rechtmäßig war. „Da sich Brüggen aber sportlich qualifiziert hat, wollen wir sie jetzt nicht mehr streichen“, sagt Wittmann. Am Samstag, 9. August, soll es somit ein Entscheidungsspiel zwischen Kaldenkirchen und St. Tönis geben.
Die Liga, für die es schon den Spielplan für zwölf Mannschaften gab, wird auf 13 Teams aufgestockt. Groll gegen die Brüggener hegen die Kaldenkirchener aber nicht. „Sie haben sich sauber verhalten und durchgesetzt“, sagt Manfred Reschke, Geschäftsführer der Fußball-Jugend des TSV. „Der Fehler lag beim Kreisvorstand.“ Der diesen nun zugeben musste.
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