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Tennis: Erfolgreiche Hitzeschlacht

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 28.07.2008

Tennis-Bundesligist HTC Blau-Weiß Krefeld gewann gestern im vorentscheidenen Duell um den Klassenverbleib

beim Solinger TC mit 5:1. Im Spitzeneinzel machte es Brian Dabul am Ende sehr spannend.

Jetzt können die Blau-Weißen den Abstieg weiter aus eigener Kraft vermeiden. In der Hitzeschlacht von Solingen gewann das Stadtwaldteam mit 5:1 (3:1). Das Match war allerdings enger, als es das Ergebnis ausdrückt. Drei der vier Einzel standen in der Klingenstadt auf des Messers Schneide. Dabei verbuchten die Krefelder zweimal das bessere Ende für sich und landeten am Ende einen verdienten Erfolg. Wer neben Solingen absteigt, wird sich jetzt an den restlichen drei Spieltagen wohl zwischen Essen, Reutlingen und Krefeld entscheiden, die alle punktgleich sind.

Junqueiras Saisondebüt

Die Blau-Weißen hatten sich fest vorgenommen, den Tabellenletzten nicht zu unterschätzen. Vielleicht hatte das Diego Junqueira nicht mitbekommen. Der Argentinier mit italienischem Pass, der wegen seiner zuletzt starken Leistungen bei Turnieren viel Vorschusslorbeeren erhalten hatte, kassierte gegen den Deutschen Clinton Thomson im ersten Satz die Höchststrafe (0:6). Im zweiten Durchgang zeigte er in dem Linkshänderduell sein wahres Gesicht. Überaus spannend verlief der Champions-Tiebreak. Beim Stande von 8:8 fiel ein Lob Junqueiras kurz hinter dem Netz vom Himmel. Thomson hämmerte den Ball zum Entsetzen der Solinger Fans ins Netz. Unfassbar! Danach verwandelte Junqueira seinen ersten Matchball.

Weitaus weniger Mühe hatte an Position vier Dennis van Scheppingen. Der Niederländer zwang seinen Gegenüber Marius Zay immer wieder zu Rückhandfehlern und gewann im Schnelldurchgang (75 Minuten). Die mögliche 3:0-Führung für Krefeld vergab Franco Ferreiro im dritten Einzel gegen Gero Kretschmer. Der Brasilianer verschenkte den ersten Satz. Als er im zweiten Durchgang 5:4 führte, setzte nach einem umstrittenen Punkt eine lange Diskussion ein. Ferreiro haderte mit der Stuhlschiedsrichterin und beschimpfte („You’re so bad“ - du bist so schlecht) die Blondine. Auch Kretschmer bekam sein Fett („Don‘t talk to me“ – sprich nicht mit mir) weg. Ferreiro gewann den Satz aber noch. Im Champions-Tiebreak lag er schnell 0:5 zurück. Er kämpfte sich ins Match zurück, kassierte dann seine zweite Ermahnung, die einen Punktabzug zur Folge hatte. Am Ende hatte Kretschmer das Glück des Tüchtigen.

Im Spitzeneinzel des Tages hatte Brian Dabul gegen Alex Flock zunächst leichtes Spiel (6:0). Dann stellte sich der Deutsche aber besser auf den Linkshänder aus Krefeld ein. Dabul vergab im zweiten Satz beim Stande von 5:3 und eigenem Aufschlag den Sieg. Flock wehrte später noch zwei Matchbälle ab und erzwang den Tiebreak. Dort behielt der kleine Argentinier die Nerven und brachte Blau-Weiß mit 3:1 in Führung. Zum Gesamtsieg musste nun ein Doppel gewonnen werden. Das Duo Dabul/van Scheppingen machte schnell alles klar. Dagegen tat sich die südamerikanische Paarung Ferreiro/Junqueira ziemlich schwer.

Quelle: RP

 
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