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Handball: Erhoffter VTK-Sieg blieb aus

VON UWE WORRINGER - zuletzt aktualisiert: 01.02.2010

Kempen unterliegt im wichtigen Duell der Tabellennachbarn 27:30 gegen Solingen-Gräfrath.

Die Zeit in der dritthöchsten Liga scheint abzulaufen. Trainer Björn Willunat schreibt sein Team aber noch nicht ab.

Die Enttäuschung war ihnen nach der Schlusssirene anzusehen. Für die Handballerinnen der VT Kempen scheint die Zeit in der dritthöchsten Klasse abzulaufen. Für eine realistische Chance auf den Klassenerhalt hätte es gestern einen Sieg gegen die HSG Solingen-Gräfrath geben müssen. Doch der blieb in der Ludwig-Jahn-Halle trotz einer guten Leistung aus. Mit 27:30 (13:14) unterlag das Team von Björn Willunat dem Tabellennachbarn und rutschte wieder auf den 11. Tabelleplatz ab. Der VT-Coach schreibt seine Mannschaft aber noch nicht ab: "Wenn man auf die Tabelle sieht, wird es sicher sehr schwierig. Aber die Mannschaft hat sich zuletzt immer gesteigert. Das heutige Spiel war eines der besten in dieser Saison. Daran müssen wir anknüpfen. Dann werden wir bestimmt noch einige Punkte sammeln".

Das Kempener Publikum sollte sein Kommen nicht bereuen, denn vom Anpfiff an entwickelte sich eine spannende Begegnung, in der sich in den ersten 30 Minuten kein Team deutlich absetzen konnte. Den starken Rückraum der Gäste hatte die VT lange Zeit gut im Griff. So gab es in der ersten 13 Minuten nur fünf Gegentore. Und im Angriff war erneut auf Sandra Ewert Verlass. In der Endphase der ersten Hälfte nutzten die Gäste ihre Chancen konsequenter, während die etwas VT nachließ. Beim Stand von 10:13 nahm Willunat eine Auszeit. Mit Erfolg, denn bis zur Pause verkürzte seine Mannschaft auf 13:14. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit schien sich das Blatt zugunsten der Gäste zu wenden. Zwei Konter schlugen ein, so dass die VT beim 13:16 erneut drei Tore hinten lag. Aber sie gab sich zu keinem Zeitpunkt auf. Und der Kampf wurde vorerst belohnt, als Katrin Stark in der 41. Minute erstmals wieder ausgleichen konnte. Nach ihrem Treffer zum 18:18 sorgte Lea Krause wenig später durch das 20:19 sogar für die Führung. Zu diesem Zeitpunkt schien ein Sieg wieder im Bereich des Möglichen. Doch es häuften sich auf beiden Seiten die Strafzeiten. Ein Umstand, mit dem die Gäste besser klar kamen. Bei der VT häuften sich in dieser entscheidenden Phase die Fehler (wohl auch aus dem kraftraubenden Spiel), während Gräfrath das Niveau halten konnte. Zwar blieb die VT zunächst immer dicht dran. Doch nach 55 Minuten war die Partie entschieden, als die Gäste auf 29:25 davon zogen.

"Wir waren gegen eine starken Gegner gut eingestellt. Schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat", meinte Willunat hinterher.

Quelle: RP

 
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