Eiskunstlauf: Extratraining für den Nachwuchs
VON MARKUS WASCH - zuletzt aktualisiert: 18.10.2006„Doppel Toe-Loop“ und „Doppel-Flip“– diese Sprünge muss man beherrschen, um sich für die Ausscheidungswettkämpfe zur Deutschen Nachwuchsmeisterschaft zu qualifizieren. Und deswegen wird fleißig geübt. In rosafarbenen Kleidchen mit Glitzersteinen, mit schwarzen Anzügen und passender Krawatte trainierten gestern 14 Nachwuchstalente des Eiskunstlaufs in der Rheinlandhalle.
Diese 14 ausgewählten Eiskunstläufer sind Teil eines neuen Projektes des Eissport-Verbandes NRW. Gestern war die erste Trainigsstunde der neuen Gruppe. Um die Talentförderung in Krefeld weiter anzukurbeln, stellt der Verband Trainer und bietet bessere Trainingsmöglichkeiten. Denn obwohl Krefeld 1991 zum Landesstützpunkt für Eiskunstlauf ernannt wurde, lief es in den vergangenen Jahren eher schlecht mit der Talentförderung. „Man braucht viele Kinder, um unter denen die Besten heraus zu suchen“, sagt Lisa Steinmetz, Fach-wartin für Eiskunstlauf des Verbandes NRW. Das Projekt ist als zusätzliches Training, zu den internen Trainingseinheiten der Vereine gedacht und soll von drei Trainer betreut werden.
Einer, der in die neue Fördergruppe aufgenommen wurde, ist der 14-jährige Matthias Hechler. Er und fünf Andere haben sogar die Chance, sich für die Deutsche Nachwuchsmeisterschaft zu qualifizieren. „Ich denke, ich habe gute Chancen bei der Ausscheidung, weil es nicht so viele Teilnehmer gibt“, sagt Matthias Hechler. Doch so gut zu sein wie Matthias, hat auch seinen Preis. „Ich trainiere sechsmal die Woche, plus Konditionstraining“, sagt der 14-Jährige. Er bereitet bei dem Extratraining sein Programm für den Wettkampf vor. Das hat er zwar schon im August fertig gestellt, muss aber immer wieder trainiert werden. Die großen Hoffnungen des Krefelder Eiskunstlaufs liegen auf den ganz Kleinen. „Am besten man fängt schon mit drei bis vier Jahren an, Schlittschuh zu laufen“, sagt einer der Trainer, Jens ter Laak. Denn für die Nachwuchsmeisterschaft sind nur Kinder bis zum 16. Lebensjahr zugelassen. Doch Lisa Steinmetz ist zuversichtlich, dass es in den nächsten Jahren in Krefeld wieder aufwärts geht. „Wenn man sich weiter so gut engagiert, werden in Krefeld auch wieder neue Talente entdeckt werden“, sagt sie.
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