Goldmedaille und Babyglück
VON BJÖRN LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 13.10.2007Bei den diesjährigen Europameisterschaften der Masters im Synchronschwimmen im slowenischen Kranji sorgten die Schwestern Birte Hohlstein-Terwesten und Silke Hohlstein-Janssen für die größte Überraschung der Titelkämpfe. Die Synchronschwimmerinnen aus Willich gewannen überraschend die Goldmedaille. Gestern wurden sie im Schloss Neersen für ihre Leistung geehrt.
Erst jetzt, knapp zwei Monate nach diesem Erfolg, haben die Schwestern realisiert, welchen Stellenwert die Goldmedaille für sie hat. Es waren die ersten Europameisterschaften im Synchronschwimmen für die Masters-Gruppe. Somit gelten die beiden als Pioniere in ihrer Altersgruppe (30-39 Jahre). Vor allem Birthe Hohlstein-Terwesten, die jüngere der beiden, hatte doppelten Anlass zur Freude. Sie erfuhr kurz vor der Europameisterschaft, dass sie in Umständen sei, behielt es aber für sich: „Ich wollte meine Schwester und Mutter nicht beunruhigen.“ Erst als feststand, dass die Goldmedaille gesichert war, erzählte sie ihrer Schwester von ihrem Geheimnis. Dementsprechend ist der Erfolg des Willicher Duetts noch höher anzusehen. „Die harte Vorbereitung hat sich letztendlich bezahlt gemacht, wir mussten Familie, Haushalt und Training unter einen Hut bringen“, sagt Silke Hohlstein. Die Goldmedaillen haben einen Ehrenplatz gefunden. Sie hängen genau wie die anderen Medaillen von Europa- und Weltmeisterschaften an der Wand. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juli 2008 wollen die beiden wieder angreifen und sich für die Europameisterschaft 2009 im spanischen Cadiz qualifizieren.
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