Eisschnelllauf: Grefrather auf Medaillenjagd
VON MANFRED SCHULZ - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010Bei den Deutschen Eisschnell-Lauf-Meisterschaften in Berlin und Erfurt sind die Aktiven des ECG bestens vertreten. Christopher Peltzer, Joshua Anderson und Tamara Kapischke rechnen sich Chancen auf einen Treppchenplatz aus.
Na klar, die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen sind ganz klar das Fernziel für den Nachwuchs des EC Grefrath, der an diesem Wochenende bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der 13- bis 15-Jährigen in Berlin teilnimmt.
Das zum gleichen Zeitpunkt die ersten Wettkämpfe der weltbesten Eisschnellläufer bei den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver stattfinden, motiviert die Grefrather Nachwuchsathleten noch mehr. "Das werden wir nach unseren Wettkämpfen natürlich im Fernsehen mitverfolgen", sagen unisono die zehn Aktiven, die nach Berlin fahren. Landesstützpunkttrainer Marc Otter unterstützt das natürlich. "Aber die eigenen Wettkämpfe haben ganz klar Vorrang", sagt er.
Anreise bereits heute
Bereits heute macht sich der Grefrather Tross mit den Teilnehmern (Johannes Brunner/Oedt, Christopher Peltzer/ Süchteln, Morris Bleibel/Mühlhausen, Marvin Junge/Vinkrath, Joshua Anderson/Süchteln, Agneta Seebold/Bonn, Lisa Nowas/Breyell, Tamara Kapischke/Krefeld, Caroline Luley/Süchteln und Chirara Goebbels/Breyell) auf den Weg in die Bundeshauptstadt, um sich bereits frühzeitig in der Halle in Berlin-Hohenschönhausen auf dem wesentlich schnelleren Eis als in Grefrath vorzubereiten.
"Die meisten von uns kennen die Bahn zwar, aber es ist wirklich eine Umstellung gegenüber unserer Freiluftbahn in Grefrath." Doch die zehn Nachwuchsrenner freuen sich schon riesig auf den Trip nach Berlin. Für die Top-Athleten der Grefrather Mannschaft geht es auch um einiges. So haben Christoph Peltzer, Joshua Anderson und Tamara Kapischke große Chancen, einen der beiden ersten Plätze zu belegen - und damit wären sie für das Viking-Race, den inoffiziellen Weltmeisterschaften Ende Februar in Heerenveen qualifiziert.
Neben den zahlreichen Trainingseinheiten, die meisten trainieren vier bis fünfmal die Woche (!), standen in den letzten Wochen auch zahlreiche Wettkämpfe auf dem Programm, so dass alle richtig "heiß" auf den letzten wichtigen Wettkampf des Jahres. "Für die, die sich für Heerenveen qualifizieren, geht es noch bis Ende Februar weiter", sagt Otter. "Für die anderen ist dann erst einmal Pause. Mitte April geht es dann wieder los, mit der Vorbereitung auf die neue Saison." Eine Woche später steht für Anna Leven (Born), Marie-Christine Luley (Süchteln) und Vincent Stenmans (Oedt) die Deutsche Meisterschaft der ältesten EC-Jugendlichen in Erfurt auf dem Programm. "Wir wollen so gut wie möglich abschneiden," sagt das Trio.
Doch die drei, die für sich den Sprung in die absolute Spitzenklasse der Senioren schon als abgefahren sehen, werden auf jeden Fall noch weiter machen. "Wir wollen studieren", so Leven und Luley. "Dass heisst dann aber auch Ortswechsel. Und dann ist das mit dem Eisschnelllaufen auch fast unmöglich." Ähnlich sieht es Vincent Stenmans, der in diesem Jahr eine Ausbildung als Raumausstatter anfängt. Aber in einem Punkt ist sich das Trio einig. "Dem Eisschnelllaufen werden wir aber nicht verloren gehen."
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