Tennis: Jetzt schon Dritter…
VON JÖRG ZELLEN - zuletzt aktualisiert: 10.07.2007Der HTC Blau-Weiß Krefeld belegt nach den beiden Sensationssiegen gegen Aachen und Nürnberg bereits den dritten Platz in der Tabelle der Tennis-Bundesliga. Teamchef Olaf Merkel beschwört den enormen Mannschaftsgeist.
Tennis „Diese Jungs lassen ihr Herz auf dem Platz.“ Olaf Merkel weiß, was er an Maximo Gonzales, Dennis van Scheppingen und Franco Ferreiro hat. Jene drei sorgten sowohl am vergangenen Freitag gegen Aachen, als auch am Sonntag in Nürnberg für den doppelten Punktgewinn des HTC Blau-Weiß Krefeld – die Mannschaft der Stunde in der gerade gestarteten Bundesliga-Saison. Mit ihrem unbändigem Einsatz und Willen sowie einer enormen Portion Spielfreude schockten die beiden „Südamerikanos“ (Zitat Merkel) sowie der Niederländer van Scheppingen die Konkurrenz. Die Tennisfans aus Deutschland müssen beim Betrachten der Tabelle zweimal hinsehen: Der HTC steht nach zwei Spieltagen auf Platz drei . Ohne Zweifel eine dicke Überraschung.
Fast wie Brüder
Der beste Beleg für die gute Stimmung im Team: Maximo Gonzales, der nach wie vor ungeschlagen im Blau-Weiss-Dress ist, und Franco Ferreiro harmonieren nicht nur auf dem Platz bestens miteinander. Die beiden Gauchos trafen zwar erst am vergangenen Donnerstag aufeinander, doch wirken sie inzwischen fast wie Brüder. „Es macht unglaublichen Spaß, ein Bestandteil dieses Teams zu sein“, gab Gonzales zu. Und dass wir so erfolgreich sind, hängt von vielen Kleinigkeiten ab, wie von der familiären Atmosphäre bei Blau-Weiß.“ Ferreiro nickte zustimmend. Und auch Dennis van Scheppingen räumte bereits im Vorfeld der Saison ein: „Die Weltranglistenplatzierung ist nicht so entscheidend. Viel wichtiger ist es, dass wir ein Team sind und Spaß haben.“
Spaß haben die Blau-Weißen momentan satt. Wen wundert es, nach den beiden Siegen zum Saisonauftakt? „Wer mir vor dem ersten Match vorhergesagt hätte, dass wir nach dem ersten Wochenende vier Punkte eingefahren haben, den hätte ich ausgelacht“, musste selbst Olaf Merkel zugeben. Club-Boss Hajo Ploenes merkte hingegen scherzhaft an: „Also ich bin ja von drei Punkten ausgegangen.“ Die Vorstellung des HTC in Franken war so hervorragend, dass selbst die Nürnberg zugeben musste, dass der Sieg der Gäste verdient war. Die „Clubberer“, die bestens aufgestellt waren, konnten gegen den Krefelder Teamgeist einfach nicht mithalten. So war es auch bei Aachen. Deren Top-Spieler Kristof Vliegen saß völlig isoliert im Blau-Weiß Clubhaus, ehe Dennis van Scheppingen ihn ansprach. „Er kennt keinen aus Aachen“, kommentierte Krefelds „Lieblingsholländer“ diese Situation. Da kümmerten sich kurzerhand die Krefelder um den enttäuschten belgischen Star der Kaiserstädter.
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