Fußball: Linn laufen die Spieler davon
VON SEBASTIAN KEILHOLZ - zuletzt aktualisiert: 24.10.2008Ein Spieler meldete sich beim Linner SV ab, ein weiterer blieb dem Training des neuen Übungsleiters Frank Krüll fern. Den VfR Fischeln plagen personelle Sorgen. Mit neuem Elan geht der TSV Bockum in die Partie gegen Arminia Klosterhardt. Tönisberg fährt zum Schlusslicht GSV Moers.
Landesligen Frank Krüll ist derzeit wirklich nicht zu beneiden. Nicht nur die Tatsache, dass sein Team mit nur fünf Pünktchen das Tabellenende der Landesliga-Gruppe 2 ziert, bereitet Kopfzerbrechen. Auch im Umfeld hat der neue Trainer des Linner SV mit Problemen zu kämpfen, die die Mission Klassenverbleib nicht gerade leichter machen.
Querelen mit dem Vorstand
Mit Hüseyin Yildiz hat sich ein wichtiger Spieler diese Woche abgemeldet, auch Kapitän Ilhan Uyma blieb am Dienstag dem Training fern. „Ob er bleibt, weiß ich nicht, ich habe alles nur über Dritte erfahren“, sagt Krüll. Querelen mit dem Vorstand sollen der Grund für Uymas Zögern sein. Dabei hat der LSV sportlich genug Sorgen: Gegen den SV Uedesheim muss am Sonntag (15 Uhr) ein Dreier her, um nicht den Anschluss zu verlieren. „Zuhause müssen wir punkten“, weiß auch Krüll, dem der gesperrte Mustafa Kalalyi fehlen wird. Das erste Training unter Krüll verlief vielversprechend, auch wenn dieser seinen Jungs konditionellen Rückstand attestierte.
Beim VfR Fischeln läuft es derzeit gut. „Wir haben uns in den letzten Wochen stabilisiert“, sagt Coach Dieter Hußmanns. Daher ist dem Übungsleiter des Tabellendritten auch vor dem Auswärtsauftritt beim TSV Bayer Dormagen (Sonntag, 15 Uhr) nicht bange. „Das ist eine harte Nuss, aber die Mannschaften von oben liegen uns.“ Die Tagesform werde gegen den Fünften entscheidend sein. Neben dem Ausfall von Holger Kox (Innenband-Anriss) droht dem VfR allerdings eine weitere personelle Hypothek. Sturmführer Thomas Bahr plagt eine Adduktorenverletzung, sein Einsatz ist ungewiss. Mit neuem Elan tritt der TSV Bockum in der Gruppe 3 am Sonntag (15 Uhr) bei der DJK Arminia Klosterhardt an. Der wichtige Erfolg hat bei der Mannschaft von Trainer Werner Kempkens Kräfte freigesetzt. „Mit einem Sieg in Klosterhardt können wir den Anschluss ans Mittelfeld herstellen“, sagt Kempkens. Unterschätzen dürfe man den Vorletzten der Tabelle jedoch nicht. „Die waren letztes Jahr Dritter und haben auch in diesem Jahr gute Spiele gemacht“, weiß Kempkens, der wieder auf Ingmar Kreienbrink und Sascha Hein zurückgreifen kann.
Vor einer Pflichtaufgabe steht der VfL Tönisberg: Bei Schlusslicht GSV Moers (Sonntag, 15 Uhr) sind drei Punkte eingeplant, schließlich soll der Rückstand auf Spitzenreiter Rhede nicht anwachsen. Das 1:1 im Verfolgerduell gegen Sonsbeck brachte erneut die Erkenntnis, dass die Mannschaft von Trainer Frank Goldau guten Fußball spielt. Doch dafür gibt es keine Punkte. In den kommenden Wochen gilt es für Tönisberg daher, die heraus gespielten Tormöglichkeiten zu nutzen.
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