Kampfsport: Max verteidigt den Titel
VON RENE PUTJUS - zuletzt aktualisiert: 29.10.2008Max Mühlbeyer aus St. Tönis sicherte sich bei der Deutschen Kobudo-Meisterschaft gleich drei Medaillen. Auch die anderen Kampfkünstler seines Vereins Concordia Ossenberg hinterließen in Kelbra einen bleibenden Eindruck.
Alte Kampfkünste
Kobudo bedeutet übersetzt „alte Kampfkünste“. Die Ursprünge liegen wohl auf den Ryu-Inseln, von denen Okinawa die größte ist. Damals setzten sich Bauern, Fischer und andere Handwerker mit ihren Werkzeugen gegen die japanischen Besatzer zur Wehr.
Das heutige Kobudo versteht sich als Sekundärsportart basierend auf dem Karate. Die Selbstverteidigungstechniken stehen im Vordergrund.
Auf Okinawa sind 44 verschiedene Waffen bekannt.
Bei Concordia Ossenberg wird die Gruppe der Kobudo-Anhänger immer größer. Derzeit sind’s 25 Aktive.
Der lange Anreiseweg nach Kelbra (Sachsen-Anhalt) hat sich für die Delegation aus Rheinberg gelohnt. Die 14 Kampfkünstler von Concordia Ossenberg, die sich mit den Kobudo-Waffen auskennen, hinterließen bei der Deutschen Meisterschaft gleichermaßen einen bleibenden Eindruck bei Konkurrenz und Zuschauern.
Die Waffe als Sportgerät: Die Mannschaft vom unteren Niederrhein gewann zwei Titel, einer silberne sowie sechs Bronzemedaillen. „Unsere Nachwuchsarbeit wurde von der Verbandsspitze ausdrücklich gelobt“, freute sich Trainer Thomas Mayer-Gall. Immerhin mit neun Kindern und Jugendlichen war die Concordia bei der Meisterschaft vertreten.
Bronze fürs Kata-Team
Allen voran machte Max Mühlbeyer von sich reden. So verteidigte der 21-Jährige in seiner Altersklasse den Titel in der Disziplin „Einteilige Waffen“. Zudem setzte er sich mit den zweiteiligen Waffen durch. Bronze gab’s mit dem Kata-Team (hier müssen drei Mannschaftsmitglieder eine möglichst synchrone Übungsform zeigen). Neben ihm auf dem Treppchen standen Tobias Schumann und Mayer-Gall.
Der sagte zu den Inhalten der Nachwuchsarbeit: „Im Kinderbereich steht die Schulung von Motorik und Koordination sowie die Körperwahrnehmung im Mittelpunkt.“ So war die jüngste Teilnehmern der Concordia in Kelbra gerade einmal acht Jahre alt. Bei den U15-Startern (Mixed/einteilige Waffen) landete Sarah Fickinger auf Rang zwei und Collin Evers auf Rang drei.
Dritter wurden auch Arwed Grab (Kyu-Männer/zweiteilige Waffen) und der Coach mit dem langen Holzstab „Bo Shiai“. Hinzu kommt noch der undankbare vierte Platz für Delia Meyer (Dan/einteilige Waffen). Die Jugendtrainerin war jedoch nicht geknickt, sondern freute sich über das bislang beste Gesamtergebnis in der Vereinsgeschichte.
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