Boxen: Öffentliches Training beim Boxclub Kempen
VON CHARLY NIESSEN - zuletzt aktualisiert: 14.01.2010Boxen Nach der Austragung der Bezirksmeisterschaft des Niederrheinischen Boxverbandes vor einem Jahr hat sich der Boxclub Kempen 04 während der letzten Monate auf die sportliche Entwicklung seiner aktiven Boxer und die Qualitätssteigerung des Trainings konzentriert.
Zwar errangen mit Meikel Gomann (Superschwergewicht) und Christos Tirbakis (Weltergewicht) zwei Athleten des BC Kempen Titel, doch schien sich das Interesse der Mitglieder hauptsächlich auf die Trainingsarbeit zu konzentrieren. Boxtraining ist in, was zahlreiche Neuanmeldungen beweisen.
"Es gibt kaum einen Sport, der so viele Bereiche des Körpers beansprucht", urteilt Professor Schubert vom Institut für Sport- und Bewegungsmedizin in Hamburg. Das bestätigt auch Trainer André Collela, der selbst über 90 Kämpfe in der Bundesliga absolviert hat: "Schulter, Nacken, Arme, Hände, Beine, Rumpf. Alles arbeitet". Und das hat sich auch bei den Frauen herumgesprochen, denn gut 40 Prozent der neuen Mitglieder waren weiblich.
Öffentliches Training
Samstag, 16. Januar, ab 14 Uhr, Box-Camp auf der Otto-Schott-Straße 10. Training von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr, montags und mittwochs Boxtraining, dienstags und donnerstags Fitness- und Konditionstraininger. Beitrag: 16 Euro , ermäßigt 13 Euro. Informationen: www.boxclub-kempen.de.
Doch im Zuge dieses Interesses erarbeite der Vorstand des Boxclub auch ein neues sportliches Konzept für die Ausbildung von Nachwuchsboxern. "Immerhin sind wir ein Boxclub und kein Fitness-Studio", sagte der 1. Vorsitzende Karl J. Wefers und machte sich mit seinen Trainern an die Arbeit, um demnächst auch wieder Boxer zu den Veranstaltungen schicken zu können. Die Mitglieder verstanden den Hinweis, denn das Boxtraining ist für alle gleich hart, lediglich in Sondereinheiten werden die Kämpfer auf ihren späteren Einsatz geschult. Und nach einer Sichtung unter den Mitgliedern fanden sich dann rasch zwölf junge Leute, die sich der Knochenmühle der Vorbereitung auf den ersten Kampf unterziehen wollten.
Gomann und Tirbakis, die beide über zehn Kämpfe absolviert haben, waren die Zugpferde. Neben den harten Trainingseinheiten kletterten auch die anderen zum Sparringboxen in den Ring. Dominic Vial, Joe Trenk, Felix Micheel, Sergej Schnell, Paul Kutscha und Oliver Bozek heißen die jungen Leute zwischen 16 und 21 Jahre, die demnächst die Farben ihres Clubs bei Meisterschaften vertreten wollen.
Ulli Rost und André Collela sind die Trainer, die die Boxer ausbilden und das Training leiten. "Es ist Geduld gefragt, es dauert oft ein Jahr, bis die Athleten erstmals in den Ring klettern. Die Ausbildung verlangt viel Selbstdisziplin und Fleiß", sagen die Trainer. Trotzdem hoffen sie, dass neben den Titelträgern bereits zwei Kämpfer bei der Bezirksmeisterschaft starten, die im Januar beginnt.
Und wenn sie die beiden ersten Runden überstehen, dann können sie sogar am 31. Januar in Kempen Meister werden. Dann finden die Finalkämpfe in der Sporthalle Straelener Straße statt. Vorher will der BC 04 aber den Sportinteressierten die Möglichkeit geben, Training und Sparringboxen aus nächster Nähe zu erleben.
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