Fußball: Wechselbörse via Internet
VON UWE WORRINGER - zuletzt aktualisiert: 12.06.2007Die beiden Hobbyfußballer Marcus Noack und Christian Paul Stobbe haben im Internet eine private Fußball-Wechselbörse eingerichtet. 970 Mitglieder sind bei www.trafema.de registriert.
Fussball Es begann vor zwei Jahren mit einer Excel-Tabelle, die in Fußballer-Kreisen per E-Mail die Runde machte. Marcus Noack, aktueller Spieler des Fußball-Landesligisten VfR Fischeln, sammelte auf diese Weise alle möglichen Daten von anderen Spielern. Die „Wechsel-Börse“ war geboren, aber nach zwei Jahren wieder eingeschlafen. Immer wieder darauf angesprochen, machte sich Noack wieder ans Werk. So entstand jetzt die Internetseite „www.trafema.de“, die sich binnen kurzer Zeit rasant entwickelte. Was mit der Konzeption Mitte 2006 als Hobby geplant war, nimmt mittlerweile viel Zeit des Selbstständigen in Anspruch.
Seit nunmehr sechs Wochen ist „trafema“ online und hat bereits 970 registrierte Mitglieder. Spitze bei den Zugriffen waren 900 Besucher an einem Tag. Ziel war, eine Plattform für Transfers und Vereinswechsel zu schaffen. Spieler können sich durch selbst erstellte Portraits (auch mit Foto) vorstellen und so in Kontakt mit Vereinen treten und umgekehrt oder zu aktuellen Themen Stellung nehmen. Trainer profitierten bereits durch erfolgreiche Terminierung von Test- und Trainingsspielen für die neue Saison.
Über die Region hinaus
„Wir verstehen das als webbasierte Community für Amateurfußballer. Der Community-Gedanke steht also im Vordergrund“, charakterisiert Noack die junge Plattform. Mit zweifellos realistisch großem Wachstumspotential. Schon jetzt verzeichnet der 27-Jährige Zugriffe, die weit über den Krefelder Raum hinaus gehen. Wie etwa durch den ehemaligen Tönisberger David Kipka, den es beruflich in den Stuttgarter Raum verschlug. Die Überlegungen gehen daher verständlicherweise dahin, künftig auch andere Regionen zu bedienen.
Marcus Noack obliegen Inhalte und Konzeption, Christian Paul Stobbe ist für die technische Realisation verantwortlich. Da es auch ein Diskussionsforum gibt, achten die Verantwortlichen besonders darauf, dass es in den Beiträgen angemessen zugeht. Beiträge, Aktivitäten und Meinungsmache, die dem Forum schaden, fliegen raus. Die Mitglieder sind zudem aufgefordert, bei der Registrierung korrekte Daten anzugeben. Ansonsten werden ihre Daten geblockt.
Auf dem neuesten Stand werden die registrierten Mitglieder durch einen alle zwei Wochen gesendeten Newsletter gehalten. Perspektivisch sollen über den Fußball hinaus künftig möglichst auch andere Sportarten Einzug halten. Noack: „Planungen gibt es derzeit für Handball, Volleyball, Reitsport und Tennis.“
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