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Fußball: Wer ersetzt Dogukan Bayrak?

VON VALENTIN WERNER - zuletzt aktualisiert: 16.06.2007

Nur hauchdünn hat der Fußball-Bezirksligist VfL Willich den Aufstieg in die Landesliga verpasst. In neuer Umgebung wollen die Willicher in der kommenden Spielzeit einen weiteren Anlauf nehmen. Die Stadtkonkurrenz dümpelt weiter vor sich hin.

Kultur- und sporttreibende Vereine sollen in Willich gleichermaßen gefördert werden.  Foto: RPO
Kultur- und sporttreibende Vereine sollen in Willich gleichermaßen gefördert werden. Foto: RPO

FUssBALL Beim Bezirksligisten DJK-VfL Willich richtet sich der Blick nach dem knapp verpassten Aufstieg natürlich nach vorn. „Es hat überhaupt keinen Zweck der Sache weiter nachzutrauern. Die Saison war unter dem Strich sehr gut, nur der Abschluss nicht", resümiert Trainer Jörg „Sam" Pufahl im Nachhinein noch einmal sein erstes Jahr in Willich kurz. Der 44-Jährige, als Spieler in Rheydt, Jülich 10, Schiefbahn, Lobberich und Viersen ein exzellenter Regisseur, arbeitete vorher bei Grevenbroich II, Fortuna Mönchengladbach und Rot-Weiß Venn.

13 Siege, zwei Unentschieden und nur elf Gegentore standen nach der ersten Serie für die Mannen um Keeper Stephan Schneider zu Buche. Bei sechs Punkten Vorsprung auf den späteren Meister Preußen Krefeld, den die Grün-Gelben zwei Mal deutlich in die Schranken verwiesen (3:0 und 4:1), sprach zu dem Zeitpunkt alles für Aufstieg. Doch es folgten danach gleich drei Partien ohne Sieg – es wurden nur zwei von neun möglichen Zählern geholt –, und nach dem 21. Spieltag und einer sensationellen Heimschlappe gegen das abgeschlagene Schlusslicht Hülser SV, war der VfL die Tabellenführung wieder los, die er sich am 19. November 2006 geholt hatte. Und im Endspurt langte es dann trotzt Bündelung aller Kräfte nicht mehr.

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Nur drei Niederlagen

Weh getan Nur drei Mal verließ der VfL Willich in der vergangenen Saison als Verlierer den Platz. Zwei der drei Niederlagen taten aber besonders weh. Und zwar die am 21. Spieltag auf eigenem Platz gegen Absteiger Hülser SV (1:2) und acht Tage später beim SV St. Tönis (0:5). Außerdem wurde noch kurz vor Weihnachten beim OSC Rheinhausen der Kürzere gezogen.

Für die kommende Spielzeit ist die Elf um Spielführer Stefan Flöth den Mannschaften aus Mönchengladbach bzw. dem Grenzland zugeteilt worden. „Eine schwere und hochinteressante Gruppe mit bestimmt acht Aufstiegsaspiranten. Wir wollen mindestens unter die ersten Fünf", gibt sich Manager Jochen Hellmich vorsichtig optimistisch. Sechs Akteure aus dem letzten Kader stehen nicht mehr zur Verfügung. Dies sind Zweittorwart Sven Locke (Karriereende), Dogukan Bayrak (SC Kapellen/Erft), Christoph Wilkinson, David Ondera, Andreas Rosenthal und Matthias Müller (alle OSV Meerbusch). „Von diesen Abgängen tut nur Bayrak richtig weh", ist Pufahl überzeugt. In der Tat waren alle anderen nicht unbedingt erste Wahl, wogegen Bayrak mit 33 Treffern eine fast gigantische Torquote aufwies. Neu beim VfL sind Ümit Özkaya (VfR Fischeln), Dominik Ritter, Philipp Sprau (beide eigener Nachwuchs), Sascha Hein (Linner SV II), Marcel Kirschenkamp (CSV Marathon Krefeld) und Daniel Marijanovic (VfL Tönisberg). Damit scheint in der Breite einiges gewonnen, doch ob Özkaya, Kirschenkamp oder Hein für Bayrak in die Bresche springen können, ist zu bezweifeln.

Übrigens entwachsen in den kommenden Jahren noch weitere große Talente dem eigenen Nachwuchs. Als Co- und Torwarttrainer bleibt Klaus Klümpen an Bord. Von seinem Sohn Stefan, der es zuletzt auch auf stattliche 23 Treffer brachte, wird ebenfalls für die Zukunft viel abhängen. Ansonsten herrscht in Sachsen Fußball in der Stadt Willich nur Tristesse. Schiefbahn, Anrath oder Neersen „gurken" in den B-Klassen herum und sind direkte Konkurrenten der VfL-Zweiten. Alle haben da schon wesentlich bessere Zeiten erlebt.

Quelle: RP

 
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