Basketball: Willicher Sieg in den Schluss-Sekunden
VON CHARLY NIESSEN - zuletzt aktualisiert: 24.01.2011Der Willicher TV ist zwar Tabellenführer in der Basketball-Regionalliga 2, aber kaum auszurechnen. Natürlich hat das Team von Trainer Hartmut Oehmen bisher in zwölf Spielen zehnmal gewonnen und dabei auch renommierte Gegner wie Bayer Uerdingen und Telekom Bonn in die Schranken verwiesen.
Aber wenn die Truppe gegen Teams aus der Abstiegszone spielt, ist jedes Mal Spannung angesagt. In der vergangenen Woche zitterten sich die Wildcats zu einem knappen 78:76 Sieg gegen den Tabellenvorletzten SG Solingen, am Samstag machten sie es noch spannender, als sie innerhalb von sechs Sekunden vor dem Ende einen 71:72 Rückstand noch in einem 73:72 (30:43) Sieg gegen das Schlusslicht TuS Königsdorf umwandelten.
"Es ist unvorstellbar, ich kann meinen Spielern immer wieder predigen, dass die Konzentration auch gegen leichte Gegner hoch gehalten werden muss, doch meist vergebens", sagte Oehmen stocksauer nach dem Spiel. Schon nach einigen Minuten führte Königsdorf mit 10:0 und beendete das erste Viertel mit 30:4. Erst dann wachte der Willlicher TV langsam auf und kam auf 13 Punkte bis zur Pause heran. Trotzdem war der Gastgeber immer noch dominierend, obwohl die Wildcats danach die beiden Schlussviertel gewannen. Nie führten sie mit mehr als einen Punkt und mussten dem Gegner meist die Führung überlassen.
Die schien auch bis sechs Sekunden vor der Sirene für den TuS zu einem Sieg zu reichen, doch dann griff Taktikfuchs Hartmut Oehmen noch einmal ganz tief in seine Trickkiste. Königsdorf hatte gerade die Punkte zur 72:71 Führung erzielt, und mit einem Abspiel unter dem eigenen Korb wäre das Match weiter gegangen. Doch der Coach nahm nun eine Auszeit. Danach ging es vom Mittelkreis weiter, und Kai Bonzelett erzielte mit der Schlusssirene die Punkte zum Sieg. "Chris Dressen war der Mann des Spiels, der kämpfte und sein Team zum Sieg führte", sagte Oehmen.
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