Fußball: Zwischenbilanz desVfL Willich unbefriedigend
VON VALENTIN WERNER - zuletzt aktualisiert: 06.01.2010fussball-BEZIRKSLIGA 5 Mit dem VfB Uerdingen steht zur Winterpause eine Mannschaft ganz oben, die dies im Sommer auch klar verkündet hatte. Selbstvertrauen war hier ein guter Ratgeber. Viele Neuzugänge waren Verstärkungen, und Jonas Kremer trifft fast wie er will. Waren es in der letzten Spielzeit insgesamt 23 Treffer, so sind es bisher schon 22. Da scheint die Rekordquote von Ex-Preuße Burhan Sahin (jetzt VfR Fischeln) von 36 "Einschüssen" mehr als nur stark gefährdet.
Zu den positiven Überraschungen zählen neben Amern, Bracht, Nettetal II und Hinsbeck vor allen Dingen der Linner SV. Nach der Chaos-Saison 2008/2009 ist der Neuaufbau viel schneller voran geschritten als von den kühnsten Optimisten erwartet. Und das nackte Resultat: Platz zwei und gute Chancen auf einen direkten Wiederaufstieg. Kompliment an Trainer Frank Krüll und seine Auswahl. Während die Krefelder Preußen mit Platz sechs durchaus noch im grünen Bereich liegen - hier hat der neue Coach Thomas Kerwer fast alleine für die Wende gesorgt -, ist der momentan achte Rang des VfL Willich eine Enttäuschung. Hier ist zu Saisonbeginn die Lage auf Grund der personellen Bestückung zweifelsohne auch (mal wieder) zu optimistisch eingeschätzt worden. Und der schnelle Abschied des vermeintlichen Goalgetters Sinisa Vaskovic passt da durchaus ins Bild. Abstand nahm man kürzlich, auch wenn erst anders vermeldet, von Pascal Lukas, weil ein dickerer Fisch an Land gezogen wurde. Der heißt Dogukan Bayrak und kommt zum VfL zurück. Der 27-Jährige spielte zuletzt für den Landesligisten SC Union Nettetal, wohin er letztes Jahr um diese Zeit von Fischeln aus gewechselt ist. Davor war er eine Spielzeit für den SC Kapellen/Erft am Ball. Allerdings hatte er in diesen höherklassigen Vereinen überall so seine Probleme, sich durchzusetzen. Davor war er schon einmal in der Saison 2006/2007 in Willich (aus Tönisberg kommend), wo er sich mit sage und schreibe 33 Treffern die Torjägerkrone aufsetzen konnte.
Kaldenkirchen, Dülken und Fischeln II hatten zum jetzigen Zeitpunkt viele natürlich woanders gesehen, als so weit unten. Und ganz bestimmt nicht den SC Waldniel, der eigentlich angetreten war, um Meister zu werden. Die Fischelner kamen zwar respektabel aus den Startlöchern, doch um so größer die Probleme "Oben" wurden, um so größer automatisch auch die eigenen. Dies wird sich voraussichtlich aber wieder ändern. Selbst "Letsche" Schmitz oder Mike Grühn sind dann ein Thema.
Auch wenn am Schluss der Akku sichtbar leer war, ist bei Neuling BV Union bei sechs Zählern Vorsprung zum rettenden Ufer die Welt noch in Ordnung. Die Strompen-Elf war eine Bereicherung für diese Klasse. Nur die dünne Personaldecke stoppte weitere Höhenflüge. Der TSV Bockum steht auf einem Abstiegsplatz, hat aber unter dem Strich positiver auf sich aufmerksam gemacht, als von Kennern der Szene gedacht. Hier ist sicherlich mit Wolfgang Trienekens genau der richtige Mann für solch schlimme Fälle am Ruder.
Und Rasensport? Der Totalausverkauf ist voll durchgeschlagen. 16 Niederlagen in 16 Begegnungen ist nicht zu toppen. Um so erstaunlicher, wie immer wieder versucht wird (nun mit Marco Schürholt als neuen Verantwortlichen), den Bock umzustoßen.
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