Borussia Mönchengladbach: 3:0 gegen den FC Bayern
VON NICO RÜBSTECK - zuletzt aktualisiert: 14.11.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Borussias Frauen ließen im Zweitliga-"Klassiker" nur eine einzige ernsthafte Torchance der Gäste zu. Die Münchnerinnen konnten oft nur staunend zusehen, wie flüssig Gladbach spielte.
Im Vorfeld der Partie zwischen Borussia und dem FC Bayern München II wurde viel über das verpatzte Spiel der Gladbacherinnen gegen Bad Neuenahr II geredet. Der Trainer forderte eine Reaktion. Und die gab es am Samstag zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 11 Uhr. Durch einen glatten 3:0-Sieg zog Borussia an München vorbei.
"Jede Spielerin wollte hier eine Reaktion zeigen", sagte Coach Friedel Baumann. Er musste nicht lange warten. Die Zweikämpfe wurden gesucht, die Gäste immer wieder im Spielaufbau gestört. Es dauerte nur fünf Minuten, bis sich die Überlegenheit auszahlte. Iris Hansen wurde nach einem schönen Zuspiel der Spielmacherin Leonie Zellmann im Strafraum von den Beinen geholt. Den Elfmeter verwandelte Teamführerin Anne Birbaum sicher ins linke untere Eck.
Sieg mit Hindernissen
Boden Der Untergrund im Grenzlandstadion war nicht in bestem Zustand. Viele Spielerinnen auf beiden Seiten hatten mit Standproblemen zu kämpfen.
Verspätung Das Spiel wurde wegen einer Verspätung des Münchner Mannschaftsbusses mit fünf Minuten Verspätung angepfiffen. Die Fahrt vom Geroweiher zum Stadion war länger als geplant.
Frühes Tor brachte Sicherheit
Der frühe Führungstreffer sorgte für Sicherheit im Spiel. Immer wieder griffen die Borussinnen über die Außen an. Zu selten indes fanden ihre Flanken eine Abnehmerin. Lediglich in der 17. Minute hatten die Gastgeberinnen das "Glück der Tüchtigen", wie Baumann fand. Nach einer Ecke drehte sich der Ball zuerst an die Latte, der Nachschuss der Gäste ging noch an den Außenpfosten. Es sollte die einzige wirklich gefährliche Torchance der Münchnerinnen bleiben. Borussias Frauen dominierten das Geschehen.
Noch vor der Pause fiel das hochverdiente 2:0 durch die wieder genesene Eyeline Lupprich. Nach einem schönen Pass in die Tiefe nahm die Torjägerin den Ball im Strafraum mit und schickte ihn links unten ins Eck. "Das erwarte ich von ihr einfach", sagte Baumann, der sichtlich zufrieden mit dem Halbzeitergebnis war. "Bei einer solchen Leistung ärgere ich mich noch mehr über die unnötige Niederlage am vergangenen Wochenende in Neuenahr", so der Trainer weiter. Das habe er seinen Spielerinnen auch in der Halbzeitansprache gesagt.
Seine Schützlinge wollten ihrem Coach also auch in Durchgang zwei zeigen, zu welch starken Leistungen sie fähig sind. Die Gäste konnten bei dem flüssigen Spiel meist nur zusehen. Nach einigen guten Chancen war es dann in der 69. Minute erneut Lupprich, die eine Kombination über die rechte Seite zum 3:0-Endstand einschob. Trotz der beiden Treffer ließ sich Baumann aber nicht zu einem Sonderlob verleiten: "Wir haben heute einfach alle sehr gut gegen den Ball gearbeitet und uns den Sieg verdient." Zwar bäumten sich die Münchnerinnen in den Schlussminuten noch einmal auf, ein Mittel gegen die gut sortierte Abwehr fanden sie jedoch nicht. Wenn doch, dann war die fehlerfreie Torhüterin Corinna Ernst zur Stelle.
Durch den Sieg gegen den Gegner mit dem großen Namen stehen die Gladbacher Aufsteigerinnen nun mit 13 Punkten aus neun Spielen sehr gut da. Das Unternehmen "Wiedergutmachung" ist geglückt.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum









