Borussia Mönchengladbach: 3:2-Sieg – Rings starker Einstand mit Doppelpack
zuletzt aktualisiert: 09.01.2012Borussia Mönchengladbach (RP). Lucien Favre wirkt unzufrieden. "Yuki, spiel den Ball schneller", ruft Borussias Trainer den Platz. Jeder Spieler kriegt eindeutige Anweisungen des Schweizers. Dabei ist das, was das Personal auf dem Rasen abliefert, schon durchaus ordentlich.
3:2 schlug Borussia im ersten Testspiel den 1. FC Nürnberg – und Zugang Alexander Ring traf zum Einstand gleich doppelt. Beide Treffer legte Marco Reus auf. "Ich muss noch viel verbessern", sagt Ring nach seinen beiden Treffern pflichtschuldig. Dreimal hatte Reus ihn mustergültig angespielt, zweimal verwandelte er ziemlich cool. Und das, obwohl das der defensive Mittelfeldspieler auf der linken Seite auflief.
Es war nicht die einzige Überraschung des Nachmittags. Durchaus beeindruckend war, wie gut Borussia, die in beiden Halbzeiten mit komplett durchgemischten Mannschaften auflief, den Gegner im Griff hatte. Dabei hatte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking versucht, eine ligataugliche Startformation auf den Platz zu schicken. Doch in der ersten Hälfte, in der es stürmte, regnete und gewitterte, hatte Gladbachs Misch-Team den Gegner völlig im Griff und führte nach 15 Minuten dank Ring 2:0.
Aufstellung gegen Nürnberg
1. Halbzeit: Ter Stegen - Zimmermann, Stranzl, Brouwers, Korb - Neustädter, Marx - Younes, Ring - Hanke, Reus. 2. Halbzeit: Ter Stegen - Jantschke, Dams, Dante, Wendt - Nordtveit, Cigerci - Herrmann, Otsu - Leckie, de Camargo.
Erst nach einer halben Stunde kam Nürnberg besser ins Spiel. Dominic Maroh köpfte mit dem Halbzeitpfiff zum 2:1 ein. Nach der Pause bot sich ein komplett anderes Bild. Die Wetterbedingungen wurden schlagartig besser. Doch dafür verflachte das Spiel. Wirklich viele Akzente konnte die komplett durchgetauschte Borussia nicht mehr setzen – bis zur Schlussphase.
Zweimal ging Igor de Camargo im Strafraum zu Boden – zweimal gab es Elfmeter. Maroh sah zusätzlich die Rote Karte. Den ersten Elfmeter verwandelte Dante ziemlich souverän, den zweiten setzte der Gefoulte an den rechten Pfosten. In der letzten Minute gab es doch noch das 3:2. Marc-André ter Stegen konnte einen Schuss nicht festhalten, Julian Wießmeier brachte den Ball im Tor unter.
"Mir gefiel die erste Halbzeit besser als die zweite", sagte Trainer Lucien Favre. "Aber das Wichtigste ist, dass sich niemand verletzt hat", so der Schweizer.
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