Borussia: Auch das dritte Pokalfinale verloren
VON THORSTEN GÖRTZ - zuletzt aktualisiert: 19.04.2008Aller guten Dinge sind eben doch nicht immer drei. Auch im dritten Anlauf nach 1987 und 1988 verlor Borussias A-Jugend ein Finale des DFB-Pokals. Gegen das favorisierte Team von Bayer Leverkusen unterlagen die „Fohlen“ gestern Abend in Potsdam vor 3150 Zuschauern 0:3 und traten mit leeren Händen die Heimreise an.
Einer, der der Mannschaft mit seinen Dribblings und Torvorlagen hätte weiterhelfen können und auch spielberechtigt gewesen wäre, war nur zum Zuschauen verurteilt: Jung-Profi Marko Marin wollte sich das Spiel seiner Ex-Kameraden nicht entgehen lassen und fieberte auf der Tribüne mit. „Leider hatten wir in der ersten Halbzeit zu viel Respekt vor dem Gegner und vielleicht auch vor dem Finale an sich“, sagte der kleine Mittelfeldspieler, der zuletzt bei den Profis für entscheidende Tore gesorgt hatte.
Die Mannschaft von Trainer Uli Sude lieferte Bayer, das die spielbestimmende Mannschaft war, einen großen Kampf. Zunächst nur mit einer echten Spitze agierend, konzentrierte sich der VfL erst einmal darauf, hinten sicher zu stehen. Dennoch kam Lverkusen durch Oberliga-Spieler Deniz Naki kurz vor der Pause zu zwei guten Tormöglichkeiten.
Kurz nach dem Seitenwechsel traf Stefan Reinartz – ebenfalls aus dem Oberliga-Team – nach einem Freistoß zum 1:0. „Danach haben wir richtig gut dagegen gehalten“, lobte Sude. Das erste Offensiv-Ausrufezeichen des VfL setzte Eric Tappiser mit einem Lattenschuss nach 56 Minuten. Fast also das 1:1.
Die Leverkusener, die nun angesichts der stärker aufspielenden Borussen auf Konter setzten, bekamen in der 75. Minute durch ein Eigentor von Lars Klitzsch, der einen Querpass von Naki versehentlich ins eigene Tor beförderte, das 2:0. Kurz vor Schluss hatte wiederum Tappiser eine gute Chance, die Torhüter Fabian Griefe aber parierte. Den Schlusspunkt setzte einmal mehr Naki, der frei auf Schmadtke zulief und traf.
„Die spielstärkere Mannschaft hat sich am Ende durchgesetzt“, fand U19-Nationaltrainer Horst Hrubesch. „Die Niederlage ist zwar verdient, aber am Ende zu hoch ausgefallen“, relativierte Sude. „Ich bin stolz auf die Jungs. Wir haben uns gut verkauft.“
Sudes Gegenüber Sascha Lewandowski hatte indes „nie das Gefühl, dass wir das Spiel aus der Hand geben würden“. VfL-Torjäger Fabian Bäcker war total enttäuscht: „Immer wenn wir am Drücker waren, haben wir uns ein Gegentor gefangen. Trotzdem können wir stolz auf das sein, was wir geleistet haben.“ Dem musste auch Marin zustimmen: „In der zweiten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gezeigt. Das hat Spaß gemacht. Am Ende haben uns die Leverkusener ausgekontert. So ist halt der Fußball.“
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