Borussia Mönchengladbach: Auf dem richtigen Weg
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 06.10.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Jung-Profi Amin Younes unterschrieb kurz nach seinem 18. Geburtstag einen Profivertrag. Er ist eines von vielen hoffnungsvollen Talenten beim Bundesligisten.
Seit dem 6. August ist Amin Younes volljährig. Zu seinem 18. Geburtstag gab es das wohl schönste Geschenk, das sich ein junger Bursche wie er, einer der Fußball zu seinem Beruf machen will, wünschen kann: einen Profivertrag. "Kurz nach meinem Geburtstag habe ich den Vertrag unterschrieben", sagt Younes und lächelt.
Ein wenig verlegen, aber doch auch stolz. Er ist auf dem Weg, sich den Traum zu erfüllen, den Marc-André ter Stegen oder Tony Jantschke schon leben. Längst ist der Düsseldorfer immer wieder Mitglied der Trainingsgruppe von Borussias Cheftrainer Lucien Favre. Und er war auch beim Test des Bundesliga-Teams in Saarbrücken dabei.
Heute wieder Training
Training Nach drei freien Tagen steigen die Borussen heute wieder ins Training ein. Elf Profis sind auf Länderspielreisen, der Rest übt heute um 10 und 16 Uhr.
"Sein bisher bestes Spiel"
Younes ist eines der hoffnungsvollsten Talente in Borussias Nachwuchsbereich. Er spielt schon im Regionalligateam. Dort machte er, findet Nachwuchsdirektor Roland Virkus, beim 1:1 gegen Leverkusen am Sonntag "sein bisher bestes Spiel". "Amin ist ein klassischer Dribbler, der auf engstem Raum durchkommen kann und er hat eine hohe Spiel-Schnelligkeit", sagt Virkus. Natürlich muss Younes noch viel lernen, "aber er hat die Fähigkeit, sich schnell an Gegebenheiten anzupassen", sagt Roland Virkus.
Younes, der der Jüngste ist in der jungen U23 Borussias. Der Altersschnitt der Mannschaft liegt knapp über 22 Jahre – und 80 Prozent der Spieler stammen aus dem eigenen Nachwuchs. Sportlich läuft es gut, wie bei allen wichtigen Ausbildungsteams des Klubs. Sven Demandts Ensemble ist Zweiter in der vierten Liga, die U19 führt nach dem eindeutigen 3:0 im Spitzenspiel gegen Schalke 04 weiter die Tabelle der A-Junioren-Bundesliga an und die U17 ist Zweiter in der B-Junioren-Bundesliga.
"Bei der A-Jugend überrascht uns der gute Tabellenplatz ein wenig. Es gibt da nicht unbedingt herausragende Spieler, aber es ist ein homogenes Team, in dem sich die Jungs entwickeln können", sagt Virkus. Wie Moritz Göttel, Kevin Holzweiler oder Leonel Kadiata, der auch schon in der U23 spielte.
Dass die Bundesliga aber kein Geschenk, sondern durchweg konzentrierte Arbeit ist, bekam U23-Stürmer Elias Kachunga zu spüren. Denn vor der vergangenen Saison war er schon auf dem Weg nach "oben", ins Bundesliga-Team. Dann kam ein Formtief. "Er hat sich zu leicht von externen Reizen ablenken lassen. Aber wir haben mit ihm darüber deutlich gesprochen. Jetzt ist Elias wieder auf einem guten Weg", sagt Virkus.
Amin Younes hofft, dass es auf seinem Weg nach oben keine Rückschläge gibt. Da sollte die Nominierung für die U19-Mannschaft des DFB, die heute in Estland gegen Nordirland (19 Uhr) in die erste Qualifikationsrunde zur U19-Europameisterschaft startet, ein hübscher Anreiz sein. U17-Mann Nico Brandenburger gehört zum U17-Aufgebot des DFB für die EM-Qualifikationsrunde dieser Altersgruppe. Sein Teamkollege Michel Lieder wurde erstmals ins U16-Team berufen. "Unsere jungen Spieler stehen im Fokus. Bei jedem U23-Spiel sind zig Scouts anderer Klubs da. Das ehrt uns natürlich", sagt Roland Virkus.
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