Borussia Mönchengladbach: Bailly – bis ter Stegen bereit ist
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 31.03.2011Natürlich würde Logan Bailly am Samstag, wenn Borussia beim FC Bayern antritt, gern im Tor stehen. Er ist Profi und "will der Mannschaft immer helfen".
Beim 0:1 gegen Kaiserslautern hat er das nicht getan, da boxte er sich den Ball ins eigene Tor. "Das ist passiert und vorbei, ich kann es nicht mehr ändern. Jetzt spielen wir gegen die Bayern", sagt Bailly. Ob er dabei ist? "Da musst Du den Trainer fragen."
Der Trainer ist Lucien Favre. Und der sagt: "Ich weiß, was ich machen werde, aber ich sage jetzt nichts dazu." Sicher ist nur: Marc André ter Stegen wird nicht im Tor stehen in der Allianz-Arena. Der junge Mann ist gerade ins Training zurückgekehrt, nach wochenlanger Pause. Den Muskelfaserriss, der ihn hemmte, spürt er nicht mehr, "das ist ein gutes Zeichen". Fit ist er also, aber noch nicht für sein Bundesliga-Debüt. "Er soll in der U23 spielen, da müssen wir abwarten, ob das geht", sagt Favre.
Also: Bailly oder Christofer Heimeroth? Der lange Westfale, den Bailly abgelöst hat, als Favre kam, schweigt, wie üblich in solchen Situationen. Torwarttrainer Uwe Kamps hat mit Bailly gesprochen, sportliche Erklärungen für solche Aussetzer fallen indes schwer. "Bis zu dem Fehler gegen Kaiserslautern war Logan nach seiner Rückkehr ins Tor auf einem guten Weg, den muss er weitergehen", sagt Kamps.
Favres Plan könnte so aussehen: Eine Rolle rückwärts in der Torwartfrage, von Bailly zu Heimeroth eben, wäre seltsam. Sinnvoller wäre, bei einem erneuten Wechsel zwischen den Pfosten auf die Zukunft zu setzen. Die gehört ter Stegen. Der aber ist wohl frühestens für das Derby gegen den 1. FC Köln nächsten Sonntag ein Thema. Bailly ist grundsätzlich einer, dem Favre zutraut, auch mal Punkte zu retten, so wie er es beim 1:1 in Bremen tat. So lautet die Antwort auf die Gladbacher T-Frage wohl: Bailly – bis ter Stegen bereit ist.
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