Borussia: Bailly wettert gegen Borussia
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 19.04.2011 - 13:39Das Tischtuch zwischen Borussia Mönchengladbach und Torhüter Logan Bailly scheint nicht nur zerschnitten – es wirkt eher zerfetzt. Am Montagabend war der ehemalige belgische Nationaltorhüter zu Gast bei der französischsprachigen Sportsendung „Sport1“ im belgischen Fernsehen. Dort lederte er deutlich gegen seinen Noch-Arbeitgeber.
„Ich fühle mich mental fast zerstört, ja, das ist das richtige Wort dafür“, sagte der 25-Jährige in der Talkrunde. Als Hauptschuldige bezeichnete Bailly die Presse, den Klub und das Umfeld.
„Ich bin erst 25 Jahre alt, habe noch keine große Karriere hinter mir, die mir ermöglicht, das alles zu ertragen, was passiert ist“, so Bailly weiter. Er betonte zwar, dass er „im Kopf“ noch in Gladbach sei – es ihm aber zunehmend schwer falle, mit Lust zum Verein zu gehen, da ihm zwei Mal innerhalb von sechs Monaten „die Rote Karte wegen nichtiger Gründe“ gezeigt worden sei.
Gegen Kaiserslautern habe er einen Fehler gemacht, aber im Spiel darauf gegen Bayern sei alles gut gelaufen. „Dann wurde mir ein 18-jähriger Torwart vor die Nase gesetzt, weil man der Mannschaft und mir weiteren Druck ersparen will. Das ist nicht angemessen.“
Bailly wird in der Sendung mit Standard Lüttich in Verbindung gebracht. Der Torhüter wollte sich selbst jedoch nicht zu Wechselspekulationen äußern. Beim heutigen Mannschaftstraining fehlte der Belgier indes. Trainer Lucien Favre begründete die Abwesenheit mit einem Infekt.
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