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Borussia Mönchengladbach: Bayern: Kein Interesse an Reus

VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 20.10.2011 - 17:16

Mönchengladbach (RPO). Der FC Bayern München hat kein Interesse an der Verpflichtung des Mönchengladbacher Bundesliga-Spielers Marco Reus. "Das ist bei uns überhaupt nicht in der Diskussion. Es ist kein Thema beim FC Bayern München", sagte Markus Hörwick, Sprecher des Rekordmeisters, unserer Redaktion. 

Borussia hat einen Stürmer-Notstand. Igor de Camargo (Teilabriss des Innenbandes im Knie), sein Ersatz Raúl Bobadilla (Muskelfaserriss) und auch Nachwuchsangreifer Mathew Leckie (steigt erst Freitag wieder ins Teamtraining ein) fallen aus.

Doch Trainer Lucien Favre bleibt gelassen. „Ich mache mir keine Sorgen. Wir haben genug Spieler, die Tore erzielen können: Marco Reus, Juan Arango, Patrick Herrmann, Mike Hanke und andere“, sagte er während der turnusmäßigen Pressekonferenz vor dem Spiel bei 1899 Hoffenheim am Samstag. Reus und Hanke werden, wie zuletzt gegen Leverkusen, wohl wieder den Zweierangriff bilden.

„Sie haben das gut gemacht“, sagte Favre. Das mit den Tore erscheint derzeit als etwas gewagte These, denn zuletzt hatten die Borussen zwar massig Chancen, nutzten aber nur wenig davon. Vor allem Marco Reus, der Neu-Nationalspieler, war zuletzt nicht mehr so sicher vor dem Tor. Gleichwohl traf der blonde Geschwindigkeits-Fußballer beim 2:2 gegen Leverkusen, und, wie es so ist, wecken Tore nun mal Aufmerksamkeit. 21 davon hat Reus in der Bundesliga schon produziert, drei in der aktuellen Spielzeit.

Nun soll der FC Bayern München, so berichtete die Bild-Zeitung, Interesse an Reus haben. Doch dem ist nicht so. „Das ist bei uns überhaupt nicht in der Diskussion. Es ist kein Thema beim FC Bayern München“, sagte Markus Hörwick, Sprecher des Rekordmeisters, am Donnerstag der Rheinischen Post.

„Dass ein Spieler wie Marco für andere Klubs interessant ist, ist doch klar. Aber er fühlt sich wohl bei uns und hat einen Vertrag bis 2015“, sagte Sportdirektor Max Eberl zu dem Thema. Reus selbst gilt als sehr bodenständig, und es ist anzunehmen, dass er den Vertrag in der Hinrunde der vergangenen Saison nicht verlängert hat, um sich kurzfristig zu verändern.

Zudem wäre die Konkurrenz auf seiner Position bei den Bayern hochrangig: Franck Ribery, Arjen Robben, Thomas Müller und David Alaba sind die Flügelspieler, die Reus verdrängen müsste. "Der FC Bayern ist einer der größten Klubs mit einer der besten Mannschaften weltweit. Es ist eine Ehre, wenn man dort auf dem Zettel steht", sagte Reus, betonte aber auch: "Ich habe in Gladbach einen Vertrag bis 2015 und konzentriere mich voll auf die Borussia."

Vor der vergangenen Saison hatte der VfL Wolfsburg 15 Millionen geboten, doch Borussia hielt den flotten Offensivmann, der mit seinen Toren ein wesentlicher Baustein der Relegations-Rettung war. In der Hinrunde der Vorsaison wurde Reus‘ Vertrag dann bis 2015 verlängert, zudem soll für 2012 ein Ablösesumme von 18 Millionen Euro vereinbart worden sein, danach nimmt sie Jahr für Jahr ab, 2015 wäre Reus dann ablösefrei zu haben. Im Sommer 2012 enden erst mal die Verträge von Juan Arango, Roel Brouwers, Roman Neustädter und Christofer Heimeroth.

„Wir sind mit den Spielern im Gespräch“, sagt Max Eberl. Tendenz: Alle vier Profis werden über 2012 hinaus Borussen bleiben. Der Vertrag von Tony Jantschke wurde am Mittwoch bis 2014 verlängert. Gerade Arango hat gegen Leverkusen nachhaltig gezeigt, warum er wichtig für Gladbach ist. Mit punktgenauen Pässen leitete er die Tore von Marco Reus und Patrick Herrmann ein.

„Er kann Fußball lesen, sein linker Fuß ist sehr, sehr stark, er spielt mit dem den Ball fast wie mit der Hand, er spielt mit viel Intelligenz, auch defensiv, er ist kreativ und spielt tödliche Pässe“, sagte Trainer Lucien Favre über den Venezolaner. Arango hat gerade gegen Hoffenheim etwas gut zu machen. Beim letzten Treffen mit 1899 in der Rhein-Neckar-Arena trat er gegen Sejad Salihovic nach und sah Rot, Borussia verlor 2:3.

Nun will Arango helfen, zum ersten Mal im Kraichgau zu gewinnen. Lucien Favre warnt indes: „Hoffenheim hat viel offensive Qualität, es ist ein schwerer Gegner“, sagte der Schweizer. Die Bilanz der borussen bei Spielen in Hoffenheim ist ausbaufähig: In der Zweiten Liga verlor man in der Saison 2007/08 2:4, in den darauf folgenden Bundesligaspielen gab es nacheinander aus Borussen-Sicht ein 0:1, ein 2:2 und ein 2:3. „Ein Angstgegner sind sie aber deswegen noch nicht, dazu ist die gemeinsame Geschichte beider Vereine noch zu jung. Wir fahren dahin und wollen das Spiel erfolgreich gestalten“, sagte Max Eberl.

Quelle: rl

 
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