Borussia Mönchengladbach: Belek: Wahrlich widrige Umstände
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 07.01.2012 - 13:25Mönchengladbach (RPO). Es sind wahrlich widrige Umstände, mit denen Borussia in Belek zu kämpfen hat. Das Wetter ist, gelinde gesagt, furchtbar. Es stürmt, es regnet. Und in den Hotels hing sogar eine Unwetterwarnung.
Also eigentlich genau wie in Deutschland – nur fünf Grad wärmer. „Wir wollten mal etwas anderes machen“, sagte Teammanager Steffen Korell vor dem Trainingslager. Man wird es ein wenig bereuen. Denn in Südspanien, wo Borussia die vergangenen zwei Jahre verbrachte, sind es gerade rund 23 Grad und strahlender Sonnenschein.
Auch der Versuch, Borussia im Trainingslager zu begleiten, gestaltet sich gar nicht so einfach. Die Hotels in Belek sind nämlich ungefähr so stark gesichert wie die Bundesbank. Bis man eintreten darf, folgen Passkontrollen, Telefonate, Autokontrollen, Rückversicherungen, weitere Kontrollen und so weiter. Wenn man einmal drin ist, hat man nicht mehr den Eindruck, eine Bundesliga-Mannschaft zu besuchen – sondern eher eine Uno-Vollversammlung. Oder so ähnlich.
Rund 200 Fans haben die Mannschaft nach Belek begleitet. Sie sind zum übergroßen Teil im Hotel „Voyage“ untergekommen. Und tranken direkt einmal die Bierfässer leer. Auf eine durstige Horde Fußballfans war selbst das Trinker-erprobte türkische Hotel nicht eingestellt. Und wegen des miesen Wetters verbringen die Fans viel Zeit im Hotel. Die sonstigen Gäste lassen sich übrigens in zwei Gruppen einstufen: gutgekleidete Golfer – oder miesgekleidete Pauschaltouristen.
Noch bis Donnerstag bleibt Borussia in Belek. Doch der Wetterbericht verheißt nicht viel Gutes. Trainer Lucien Favre dürfte es schon reichen, wenn sich der Wind legt…
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