Borussia Mönchengladbach: Bescheidenheit tut Borussia gut
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 01.08.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Groß waren in den vergangenen Jahren regelmäßig die Erwartungen vor Borussias Saisonstart. Noch größer waren zumeist die Enttäuschungen, wenn es statt nach oben oder gar in Richtung Europa in der Bundesliga am Ende doch wieder nur gegen den Abstieg ging.
Inzwischen ist bei Borussia Nüchternheit eingekehrt. Die Verantwortlichen versteigen sich nicht mehr in überzogene Ziele – wohl auch, weil sie um die Qualität ihrer Mannschaft wissen. Durch den langen Saisonendspurt mit bis zum Schluss ungewissem Ausgang waren Borussia auf dem Transfermarkt die Hände gebunden. Ein Rückstand, der kaum aufzuholen war. Hinzu kommt ein unheimlich schweres Startprogramm mit Partien gegen München, Stuttgart, Wolfsburg und Schalke, verbunden mit dem kürzesten Urlaub aller 18 Bundesligisten in der Sommerpause.
Es ist die Hypothek der letzten Saison, die Trainer Lucien Favre jetzt noch ein paar Wochen mit sich herumschleppen wird. Immerhin reichte es zu einem ungefährdeten Pokalsieg gegen einen Drittligisten. Vielleicht folgt nun ein gelungener Saisonstart. Vielleicht schafft es Sportdirektor Max Eberl tatsächlich noch, eine wirkliche Verstärkung für die erste Elf zu verpflichten. In diesem Fall sollte Borussia bei normalem Verlauf der Spielzeit wenig mit dem Abstieg zu tun haben.
Doch das Auftaktprogramm birgt, zum Beispiel bei einer hohen Niederlage gegen Bayern München, auch die Gefahr eines frühen Tiefs. Nach zwei Niederlagen zum Start brennt rund um den Borussia-Park naturgemäß der Baum. Das wissen die Verantwortlichen, die sich deshalb in neuer Bescheidenheit üben. Eine Bescheidenheit, die Borussia angenehm gut zu Gesicht steht.
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