Borussia Mönchengladbach: Bonhof kritisiert Aytekin
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 16.04.2011 - 15:19Rainer Bonhof, Vize-Präsident von Borussia Möchengladbach, hat einen Tag nach dem 0:1 des Bundesliga-Schlusslichts beim FSV Mainz 05 die Kritik an Schiedsrichter Deniz Aytekin, der den Gladbacher Mike Hanke vom Platz gestellt (53.) und dem Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga einen klaren Foulelfmeter verweigert (70.) hatte, noch einmal erhärtet.
„Das sind keine Entschuldigungen für eine Niederlage, aber es ist schon kurios. Ich rege mich darüber auf, dass wir, wenn wir einen Elfmeter bekommen, mit zehn Mann in Führung gehen, und sich der Schiedsrichter in einer Situation, in der er selbst keine freie Sicht hat, nicht bei seinem Linienrichter rückversichert. Das muss er tun. Wenn er sagt, Polanski habe den Ball gespielt, und er dann einen Abstoß gibt, passen einige Dinge nicht zusammen“, sagte Bonhof am Samstag der Rheinischen Post.
„Wenn wir den Elfmeter kriegen, haben wir die Riesenchance, das Spiel zu gewinnen. Selbst der Chefankläger des DFB, der neben mir saß, hat mit dem Kopf geschüttelt. Herr Aytekin sollte mal zu unserer Hauptversammlung kommen und unseren Mitgliedern erklären, warum er so entschieden hat“, sagte Bonhof.
Aytekin hatte nach einer Aktion des Mainzer Eugen Polanski gegen Marco Reus keinen Elfmeter gegeben. Später gab Aytekin zu, dass er nach Ansicht der Super-Zeitlupe, einen Elfmeter hätte geben müssen. Zuvor hatte der Schiedsrichter Gladbachs Stürmer Mike Hanke Gelb-Rot gezeigt. „Die erste Gelbe Karte war aus meiner Sicht keine“, kritisierte Bonhof diese Situation. Aytekin sagte dazu: „Die Summe der Vergehen hat zu der Gelben Karte geführt.“ Als Hanke dann Polanski umgrätschte, zeigte er dem Borussen Gelb-Rot.
„Wir können gegen die Tatsachenentscheidungen keinen Einspruch einlegen. Aber ich würde fast sagen, dass ich Deniz Aytekin ablehne, wenn er nochmal als Schiedsrichter für eines unserer Spiele angesetzt wird“, sagte Bonhof. Am Freitag nach dem Spiel hatte auch Max Eberl harsche Kritik an der Leistung des Schiedsrichters geübt.
„Er kann nicht auf der einen Seite konsequent pfeifen und auf der anderen wie eine Wurst", schimpfte der Sportdirektor. Die erste Gelbe Karte gegen Mike war ein Witz. Dass er ihm da das vierte Foul vorwirft, ist reines Alibi. Die Gelb-Rote Karte ist eine Farce. Und wer in der anderen Szene keinen Elfmeter gibt, der weiß nicht, wie Fußball geht", sagte der 37-Jährige.
Eberl machte keinen Hehl daraus, dass Aytekin aus seiner Sicht großen Anteil an der Niederlage hatte. "Bis zu der Gelb-Roten Karte waren wir wesentlich besser im Spiel. Die Karte war ein Schlag ins Gesicht", sagte Eberl.
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