Borussia: Borussen-Arzt Kühlmorgen stirbt beim Wandern
VON KARSTEN KELLERMANN UND WILFRIED HORRMANN - zuletzt aktualisiert: 02.05.2011 - 19:03Bei Borussias Sieg in Hannover war Dr. Jens-Felix Kühlmorgen noch im Einsatz, feierte zusammen mit Trainer Lucien Favre und den Gladbacher Profis den so wichtigen 1:0-Erfolg. Sonntagmorgen kümmerte sich der 44-Jährige wie gewohnt, wenn er Dienst hatte als Mannschaftsarzt des Bundesligisten, noch um die Wehwehchen der Spieler. Wenige Stunden später war Kühlmorgen tot.
Bei einer Wandertour mit seinem Nachbarn durch die Eifel sagte Kühlmorgen plötzlich: „Seltsam, mir ist schwindelig.“ Dann brach er zusammen. Ein Arzt, der zufällig in der Nähe war, konnte Kühlmorgen zunächst reanimieren, doch als der Notarzt eintraf, konnte dieser nur noch den Tod feststellen. Die Polizei vermutet, dass ein Herzinfarkt die Todesursache ist.
Kühlmorgen war Leiter der Chirurgie im St. Augustinus-Krankenhaus in Düren-Lendersdorf. Dort herrschte gestern großes Entsetzen, als die Nachricht vom Tod des Kollegen bekannt wurde. Seit 2003 gehörte Kühlmorgen zum Kreis der Mannschaftsärzte von Borussia, zusammen mit Dr. Stefan Hertl und Heribert Dietzel kümmerte er sich um die Fußballer.
Der Verein war geschockt angesichts der schrecklichen Nachricht. „Wir werden ihn immer in dankbarer Erinnerung behalten“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Es ist sehr traurig. Er war voller Lebensfreude“, sagte Trainer Lucien Favre. Mittelfeldspieler Thorben Marx war konsterniert. „Er hat mich am Sonntag noch behandelt. Er hat immer so viel Sport gemacht, war total fit. Unfassbar“, sagte Marx.
So war Kühlmorgen in Borussias Trainingslager stets vorn dabei, wenn die Co-Trainer-Riege früh morgens zu Radtouren aufbrach. Kühlmorgen hatte zuletzt auch die Reha von Herbert „Hacki“ Wimmer“ betreut. Das frühere Gladbacher Laufwunder hatte im Dürener Krankenhaus eine neue Hüfte bekommen.
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