Borussia Mönchengladbach: Borussia freut sich auf Werder
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 18.11.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Das Spiel des Tabellenvierten gegen den Dritten verspricht ein attraktives Verfolgerduell zu werden. Gladbach und Bremen haben sich in den letzten Jahren viele ansehnliche Partien geliefert. Trainer Lucien Favre wird wohl auf seine angestammte Offensiv-Formation setzen.
Es ist der erste "Super-Samstag" der Saison. Und Borussia ist mittendrin, wenn sie als Tabellenvierter den Dritten Werder Bremen empfängt und drei Stunden später das Spitzenspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund angepfiffen wird. "Es ist toll, dass wir bei dieser Konstellation dabei sind, wir haben uns diese Position in den letzten Monaten erarbeitet", sagt Borussias Sportdirektor Max Eberl.
Eine solche Ausgangslage steigere noch die Vorfreude auf das Verfolgerduell im Borussia-Park. "Werder ist eine Topmannschaft der Bundesliga, die in den letzten zehn Jahren acht oder neun Mal international gespielt hat. Mit ihr wollen wir uns messen und auf Sieg spielen. Auf so eine Begegnung musst du dich als Spieler einfach freuen", sagt Eberl. Und es spricht vieles dafür, dass auch die Zuschauer ein attraktives Spiel erwarten dürfen.
Favres Jubiläum
Verzicht Igor de Camargo (Teilabriss Innenband) und Joshua King (Adduktorenprobleme) sind nicht dabei.
Karten Für Werder-Fans sind im Gästebereich noch 500 Tickets erhältlich.
Jubiläum Lucien Favre bestreitet sein 100. Spiel als Bundesliga- und sein 25. als Borussentrainer.
"Werder ist nicht nur Pizarro"
Schließlich ist morgen mit Bremen eine Mannschaft zu Gast, die regelmäßig ein Offensiv-Spektakel verspricht. Was nicht zuletzt an ihrem Starstürmer Claudio Pizarro liegt, der bislang für elf der 23 Werder-Tore verantwortlich zeichnet. "Die Bremer sind aber nicht nur Pizarro. Sie haben in der Offensive viele Lösungen und sehr viel Power. Ihr Potenzial ist unglaublich", sagt Trainer Lucien Favre, der aber auch betont: "Jedes Spiel in der Bundesliga ist schwer, aber wir brauchen genauso vor keinem Team Angst zu haben." Eine Aussage, die generell sehr gut zu den Heimspielen gegen Werder Bremen passt.
Gegen die Norddeutschen feierte Gladbach bereits 24 Heimsiege, nur gegen Kaiserslautern gab es noch einen Erfolg mehr. Zudem gewann Borussia sechs der letzten neun Heimpartien gegen Werder, obwohl der Rivale zumeist klar favorisiert war. Doch nicht selten gelang es den Borussen, die Lücken in der Verteidigung der offensiv ausgerichteten Bremer zu finden, wodurch sich viele ansehnliche Spiele entwickelten. Im vorletzten dieser Offensiv-Attraktionen war Raúl Bobadilla der Hauptdarsteller. Der Argentinier steuerte am 30. Januar 2010 zwei Tore und zwei Vorlagen zum 4:3-Sieg gegen Werder bei. Diese Großtat wird Bobadilla aktuell aber wohl keinen Startplatz bescheren.
"Raúl trainiert gut, er will. Aber er weiß auch, dass er Geduld haben muss", sagt Favre, der auf seine gewohnte Offensiv-Formation setzen wird, sollte Juan Arango seinen gestrigen Rückflug aus Venezuela gut überstanden haben. Es ist jenes Team, dass sich (trotz einiger ausgelassener Großchancen in den letzten Wochen) auch durch eine erstaunliche Effektivität ausgezeichnet hat. 1,53 Punkte hat bislang jedes der 15 erzielten Tore eingebracht. Ein rekordverdächtiger Wert, hat diesen doch noch kein Bundesliga-Team jemals am Ende der Saison erreicht.
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass morgen auch ein wenig Spektakel dabei entsteht, wenn der Vierte den Dritten herausfordert. "Wir haben derzeit diesen positiven Lauf. Und wir wollen möglichst lange in diesem Lauf bleiben", sagt Eberl. Die Vorfreude auf den "Super-Samstag" ist groß bei den Borussen. Sie sind schließlich ein Teil von ihm.
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