Mönchengladbach: Borussia im Web 2.0
VON ESTHER MAI - zuletzt aktualisiert: 18.08.2010 - 16:34Vor einer Woche ist die neue Internetpräsenz von Borussia Mönchengladbach an den Start gegangen. Sie ist übersichtlicher, bietet den Fans mehr Komfort und Kommunikationsmöglichkeiten. Rund 60.000 Besucher hat die Seite pro Tag.
Auf den ersten Blick sind die Veränderungen nur optischer Art. Wer jedoch in die virtuelle Welt von Borussia Mönchengladbach eintritt, der merkt, dass sich auch inhaltlich auf der Webseite des Vereins eine Menge verändert hat. Vor einer Woche gab es einen Relaunch der Seite, sie wurde komplett überarbeitet. „Das war längst überfällig“, sagt Markus Aretz, Sprecher des Clubs.
Die Seite, wie sie bis vor einer Woche im Internet zu finden war, ist viele Jahre im Wesentlichen nicht mehr verändert worden. „Wir wollten endlich die Kommunikation mit unseren Fans weiter ausbauen“, sagt Aretz. Web-2.0-Plattformen wie Youtube, Twitter und Facebook sind nun eingebunden, die Resonanz ist bereits groß.
Viele Informationen, wie zum Beispiel aktuelle Kurzberichte während des Trainings, werden zuerst über Twitter veröffentlicht. Sollte einer der Spieler sich beispielsweise verletzten, gibt es dort zunächst eine kurze Nachricht. „Vorher haben wir gewartet, bis wir die Diagnose hatten und haben dann eine News auf die Webseite gestellt. Über Twitter können wir die Fans nun schneller informieren“, sagt Borussia-Mitarbeiter Ingo Rütten.
Auf dem Youtube-Kanal von Borussia gibt es bereits einige Videos. Vorstellbar wäre es jedoch auch, dass es Wettbewerbe gibt, bei denen Fans ihre Videos einschicken sollen, die dort dann zu sehen sein werden. Apropos Wettbewerbe: Ein k.o.-Voting-Tool macht es möglich, dass sich die Fans ab sofort an Umfragen zu verschiedenen Themen beteiligen können. So könnten sie beispielsweise darüber abstimmen, wer das beste Fan-Foto eingeschickt hat oder darüber, wer Torschützen-König werden wird.
Weitere Neuerungen sollen auf der Seite kontinuierlich eingefügt werden. In Planung ist zum Beispiel ein virtueller und interaktiver Stadion-Rundgang in 3D. Anschauen können sich die Fans das Stadion dann von außen, von innen und können sich einen Überblick von bestimmten Sitzplätzen aus schaffen. „Das ist vor allen Dingen für Fans interessant, die nicht mal eben ins Stadion fahren können, um sich umzuschauen“, sagt Aretz.
Außerdem soll es bald eine kostenlose App für das iPhone geben. "Wir haben sie bereits fertiggestellt und warten nun nur noch auf die Freigabe durch Apple", sagt Markus Aretz.
Bereits im Frühjahr 2009 hat sich Borussia dazu entschlossen, die Webseite zu überarbeiten. Erste Beratungsgespräche, auch mit der ausführenden Firma Nexum, folgten. Ab Januar 2010 wurde schließlich an der Umsetzung der Seite gearbeitet.
Nexum wird auch in den kommenden drei Jahren die Webseite weiter betreuen. "Die Zeiten in denen man alle drei bis vier Jahre einen Relaunch macht und zwischendurch nichts verändert, sind definitiv vorbei", sagt Aretz. Deswegen könnten sich die Fans bereits jetzt auf viele neue Anwendungen freuen.
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