Borussia Mönchengladbach: Borussias Existenzkampf
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 17.03.2011Freitagabend trifft der Tabellenletzte im Borussia-Park gegen Kaiserslautern zum letzten Mal in dieser Saison auf einen direkten Gegner im Abstiegskampf. Die Konkurrenten spielen noch häufiger gegeneinander.
Verlosung
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Freitagbend wird im Borussia-Park eine besondere Atmosphäre herrschen. Es ist kein normales Spiel, wenn Borussia auf den 1. FC Kaiserslautern trifft. Nein, dafür geht es um viel zu viel. Für beide Teams geht es um das nackte Überleben, um die Existenz. Borussia wäre gut beraten, dieses Spiel unbedingt zu gewinnen. Es ist nämlich das letzte Mal, dass der Tabellenletzte in dieser Saison auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf trifft.
Nicht mehr in eigener Hand?
Sechs Mannschaften stehen in der Krisenregion der Bundesliga: Borussia als Tabellenletzter, Gegner Kaiserslautern (Platz 14), Wolfsburg (17.), St. Pauli (16.), Frankfurt (15.), Stuttgart (13.) und Bremen (12.). Diese sechs Teams liegen acht Spieltage vor Schluss nur fünf Punkte auseinander. Das Problem für Borussia ist dabei: Sie hat den Klassenerhalt nicht mehr wirklich in eigener Hand.
Während Kaiserslautern, Bremen und Wolfsburg noch auf alle fünf Konkurrenten im Existenzkampf treffen, St. Pauli vier-, und Bremen sowie Frankfurt immerhin noch drei "Schicksalsspiele" vor der Brust haben – für Gladbach geht es nach dem Spiel gegen Kaiserslautern nur noch gegen Teams aus höheren Tabellenregionen. Keine "Sechs-Punkte-Spiele" mehr, die bei einem Sieg gleichzeitig die Konkurrenz schwächen.
Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre muss aufgrund ihres miserablen Torverhältnisses noch bis zu sechs Punkte auf die Konkurrenz aufholen, um überhaupt den Relegationsplatz zu erreichen. Schwierig – wenn sich die Gegner in ihren internen Duellen gegenseitig die Punkte wegnehmen.
Der Klub hat derweil seine eigene Taktik, das "Wunder" noch zu schaffen. "Wir müssen die Schwächephasen unserer Konkurrenten ausnutzen", sagt Sportdirektor Max Eberl. Er verweist darauf, dass Borussia in der Rückrunde bislang ordentliche 13 Punkte geholt hat, Konkurrent Frankfurt indes nur deren zwei. Wie viele Siege bis zur Rettung nötig ist, will Eberl jedoch gar nicht ausrechnen. "Das ist mir scheißegal.
Hauptsache, wir haben einen Punkt mehr als die Konkurrenz. Zudem setzt Eberl auf den psychologischen Aspekt: "Einige Experten haben uns schon mehrfach abgeschrieben", sagt Eberl. "Das könnte unser Vorteil sein." Um diesen aber wirklich auszunutzen, braucht der Klub dringend einen Sieg. Morgen, gegen Kaiserslautern. In Borussias letztem direkten Abstiegsduell dieser Saison.
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