Borussia Mönchengladbach: Borussias Hitzeschlacht
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 12.09.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Mit Roel Brouwers und Thorben Marx in der Startelf erkämpfte sich Borussia den Sieg gegen schwache Pfälzer. Bei Temperaturen um die 30 Grad hatten in der Schlussphase einige Spieler ihre Probleme.
Fussball Irgendwann war nur noch Standfußball. Dante hatte einen Krampf. Juan Arango konnte kaum noch laufen. Marco Reus fasste sich immer wieder an den Oberschenkel. Und auch bei Thorben Marx machten die Muskeln dicht. Die letzte Viertelstunde von Borussias Duell gegen den 1. FC Kaiserslautern hatte mit Fußball nicht mehr viel zu tun. Es war ein reiner Kampf, das 1:0 über die Zeit zu retten.
Trainer Lucien Favre hatte ein Problem – er konnte gar nicht so viel wechseln, wie er hätte wechseln müssen. Gut, dass die Gäste aus der Pfalz so erschreckend harmlos waren. "Das war wirklich ganz wenig", befand Marco Reus nach dem Spiel. Gut auch, dass Borussia vor allem in der Abwehr sicher stand, auch wenn die Mannschaft mit Sicherheit nicht ihren besten Tag erwischte. An zwei Überraschungen in der Startelf hatte das jedoch nicht gelegen. Trainer Lucien Favre hatte nämlich auf Martin Stranzl und Havard Nordtveit verzichtet – dafür Roel Brouwers und Thorben Marx aufgestellt.
Zahlen und Termine
Training heute frei, morgen 15.30 Uhr. Mittwoch 10 und 16 Uhr, Donnerstag 10 Uhr
Nächstes Spiel Hamburger SV – Borussia (Samstag, 15.30 Uhr)
Torjäger Marco Reus, Filip Daems (je zwei), Igor de Camargo, Raul Bobadilla, Juan Arango
Vorlagen Arango, Reus (je zwei), Bobadilla, Roel Brouwers.
"Das war ein hartes Stück Arbeit"
"Martin hatte erst zehn Tage trainiert", sagte Favre zu Brouwers' Nominierung. "Roel hat seine Sache zuletzt sehr gut gemacht." Nordtveit hingegen fiel in den vergangenen Wochen trotz guter Leistungen der Mannschaft oftmals ab – seine Pässe waren ungenau, seine Fehlerquote hoch. Favre wollte Ruhe ins Spiel bringen. Dafür sollte Marx sorgen. Und das gelang auch.
"Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben uns nicht ganz so gut bewegt wie sonst. Das Wetter war aber auch echt merkwürdig", sagte Marx über die Temperaturen um die 30 Grad. "In den vergangenen Tagen war es ja immer kalt. Doch dafür haben wir das gut gemacht." Genau wie Roel Brouwers. "Es war wichtig, wie zu Null zu spielen", sagte der Niederländer. "Jetzt haben wir zehn Punkte. Das ist schon ein großer Unterschied zur vergangenen Saison." Über seine eigene Position sagte Brouwers naturgemäß wenig. "Es ist schön, spielen zu dürfen", sagte der Niederländer. "Ich denke, ich habe die letzten Spiele meine Leistung gebracht. Der Konkurrenzkampf ist gut für uns."
Ein Konkurrenzkampf, den Favre sicherlich gerne weiter geschürt hätte. Doch nach seinem ersten Wechsel (Bobadilla für Hanke) blieb ihm gar keine Gelegenheit mehr, die restlichen Angeschlagenen aus dem Spiel zu nehmen. So musste sich Borussia in der letzten Viertelstunde den Sieg erkämpfen. Spätestens, nachdem Raul Bobadilla nach einem Alleingang den Ball mit dem linken Außenrist am Tor vorbeischob. "Ich hätte den mit der Innenseite des Fußes versucht", sagte Marco Reus. Es sollte nichts mehr ausmachen. Borussia erkämpfte sich den dritten Saisonsieg. Und Roel Brouwers und Thorben Marx rechtfertigten ihre erneute Nominierung. "Ich denke", sagte Marx grinsend, "der Trainer hat nicht allzu viel falsch gemacht mit seiner Aufstellung."
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