Borussia Mönchengladbach: Borussias Sturmproblem
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 13.10.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Nach dem Ausfall von Igor de Camargo klagt auch Raul Bobadilla über Probleme. Den Argentinier plagt ein eingeklemmter Nerv im Rücken. Wer spielt nun am Samstag gegen Leverkusen?
Lucien Favre schüttelt den Kopf. "Es ist zum Glück noch früh", sagt Borussias Trainer. Zu diesem Zeitpunkt ist es Mittwochmittag – doch Favre hat ein Problem. Wenn es nicht so gut läuft, muss der Trainer am Samstag gegen Bayer Leverkusen auf gleich drei Stürmer verzichten. Igor de Camargo hat sich am Innenband verletzt und fällt mehrere Wochen aus. Mathew Leckie erholt sich gerade von einer Zerrung im Gesäßbereich – ein Einsatz am Wochenende käme für ihn noch deutlich zu früh.
Gestern Mittag dann eilte Raul Bobadilla zum Arzt. Eine falsche Bewegung setzte den Argentinier außer Gefecht. "Ein eingeklemmter Nerv", sagt Bobadilla nur, während er zu seinem Auto huschte. "Ich hoffe, aber, es ist nichts Schlimmes." Wenn dem so ist, könnte der 24-Jährige am Samstag zusammen mit Mike Hanke in der Sturmspitze auflaufen.
King ist fit, Leckie fast
Joshua King trainiert wieder normal mit Borussia. Der Norweger, der von Manchester United ausgeliehen ist, hat seine Rückenprobleme auskuriert.
Mathew Leckie absolviert inzwischen wieder leichtes Training. Ein Einsatz gegen Leverkusen käme jedoch viel zu früh.
Falls nicht, muss Favre Alternativen finden. Eine davon ist Marco Reus. Der Neu-Nationalspieler hat inzwischen des Öfteren bewiesen, auch auf der zentralen Position für reichlich Torgefahr sorgen zu können. Auf seine Position im rechten Mittelfeld könnte dann Patrick Herrmann rücken, der nach den beiden Spielen am Wochenende bei der U23-Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen getankt hat (siehe Text links).
Mike Hanke lässt sich noch auf keine Spekulationen ein. "Warten wir mal ab", sagt der 27-Jährige. "Igor wird uns sehr fehlen, er ist unheimlich wertvoll. Aber wir haben noch genug andere Stürmer." Den Blondschopf wurmt ungemein, dass er in dieser Saison noch nicht selbst als Torschütze in Erscheinung treten konnte. "Ich versuche immer mein Tor zu machen", sagt Hanke. "Aber wenn ein Mitspieler besser postiert ist, spiele ich den Ball ab. Ich mache das, was dem Team mehr hilft." Eine Einstellung, an der Lucien Favre maßgeblich mitgewirkt hat. Unter der Führung des Schweizers hat Hanke sein Spiel umgekrempelt, agiert statt als Stoßstürmer nun eher als "halber Zehner", wie er selbst sagt, also direkt hinter der vordersten Linie. "Ich werde es beibehalten, weil es der Mannschaft hilft", sagt Hanke.
Irgendjemand bei Borussia sollte allerdings am Samstag seinen Torriecher entdecken. Denn es fehlen Tore. Bislang konnte sich die Mannschaft auf die überragende Abwehr verlassen, doch nur neun erzielte Treffer in acht Spielen sind auf Dauer zu wenig. Genau deshalb fehlt einer wie de Camargo, einer, der über einen Torriecher verfügt – wenn er denn fit ist. Bobadilla glänzte zuletzt im Vergeben von großen Chancen. Sollte er rechtzeitig fit werden, wäre das Spiel gegen Leverkusen die perfekte Gelegenheit dazu, diesen Umstand zu ändern.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum









