Borussia Mönchengladbach: "Dante ist ein Teil unseres Gerüsts"
zuletzt aktualisiert: 12.07.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Borussias Sportdirektor Max Eberl spricht über den Stand der Kaderplanung des Bundesligisten, über Dante und Michael Bradley, die Situation von Tobias Levels und Mo Idrissou und die Qualität der Gladbacher Mannschaft.
Die Kaderplanung für die Saison ist im vollen Gang. Haben Sie viel Stress?
Eberl Die Planungen laufen nicht nur in der Sommerpause. Aber natürlich ist das im Moment ein wichtiges Thema. Wir wollen nach unseren Möglichkeiten den bestmöglichen Kader mit den größtmöglichen Erfolgsaussichten in die Saison schicken. Es kommt auf die richtige Mischung an. Lucien Favre, sein Trainerstab und ich sind im ständigen Austausch über Spieler und die Positionen, die wir besetzen wollen.
Sind Sie zufrieden mit dem derzeitigen Kader?
Eberl Wir haben eine gute Basis, die sich am Ende der vergangenen Saison herauskristallisiert hat. Wir haben einige Spieler abgegeben, deren Verträge auslaufen, alle Stammspieler haben wir gehalten. Mit Lukas Rupp, Matthias Zimmermann und Mathew Leckie sowie einige Spieler aus unserem Nachwuchs haben wir Talente mit Potenzial dazubekommen, die den Konkurrenzkampf beleben werden. Das gilt auch für Oscar Wendt, der internationale Erfahrung hat. Grundsätzlich kommt es nicht auf das Alter der Spieler an, sondern auf Qualität. Ich denke, die Mischung, die wir haben, passt.
Neues Trikot geht gut
Sehr gefragt Das neue Auswärtstrikot der Borussia ist sehr gefragt. Der E-Shop im Internet war schon am Tag der Vorstellung überlastet, fast 2000 Hemden gingen in den ersten drei Tagen weg.
Umzug Heute üben die Borussen um 10 und um 16 Uhr am Haus Lütz. Im Stadion trainiert um 12 Uhr Frauen-WM-Halbfinalist USA.
Aber bei den vielen jungen Spielern gibt es keine Garantien.
Eberl Die gibt es bei Transfers generell nicht, auch nicht bei alten Spielern. Wir haben einen ausreichenden Stamm von erfahrenen Spielern, die den jungen Spielern helfen können: Dante, Stranzl, Brouwers, Daems, Marx, Arango, Hanke, de Camargo. Zudem war beispielsweise Matthias Zimmermann zwei Jahre Stammspieler beim Karlsruher SC. Matthias hat also schon einige Erfahrung.
Was ist mit Dante und Michael Bradley? Beide wollen gern noch weg, sind aber auch gute Spieler.
Eberl Dante hat den Wunsch geäußert, zu einem Klub, der international spielt, gehen zu dürfen. Wir haben gesagt, dass wir ihn nicht abgeben. Das war vor zwei Monaten, und es gibt in der Sache keinen neuen Stand. Er ist ein Teil unseres Gerüsts.
Dante wirkt demotiviert.
Eberl Aber nicht auf dem Platz. Er trainiert sehr gut und zeigte in den Spielen gute Leistungen.
Und Bradley? Soll er bleiben?
Eberl Michael hatte uns im Winter gesagt, er wolle den Verein verlassen. Der Transfer zu Aston Villa ist nun geplatzt, jetzt ist er wieder da. Er hat einen Vertrag bis 2012. Es wird zeitnah eine Entscheidung fallen, was passiert. Grundsätzlich gehört Michael zum Kader.
Mo Idrissou und Tobias Levels nicht.
Eberl So ist es ja nicht. Beide gehören dem Kader an und trainieren mit. Wir haben beiden nur gleich nach der Saison mitgeteilt, dass sie auf ihrer Position mit großer Konkurrenz zu rechnen haben werden. Ich denke, das ist fair. So können sie sich einen Verein suchen, bei dem sie spielen können.
Eventuelle Transfererlöse können Sie gebrauchen. Lucien Favre will ja noch Spieler haben.
Eberl Es wurde viel in seine Aussagen hineininterpretiert. Wir haben immer gesagt, dass wir den Markt beobachten. Joshua King kommt im August, leider erst dann, denn wir hatten natürlich früher mit ihm gerechnet. Für manches Problem, wie die linke Seite, gibt es vielleicht Lösungen im Kader. Juan Arango kommt erst spät zu uns wegen der Copa America. Aber Juan ist das gewohnt, er kennt diese Belastung.
Können Sie noch etwas investieren?
Eberl Das ist davon abhängig, was zum Beispiel mit Michael Bradley passiert. Wenn ein Klub kommt und ihn kauft, können wir etwas machen. Aber wenn Michael bleibt, haben wir in ihm einen Spieler, der uns helfen kann. Wie gesagt: Wir beobachten den Markt und werden dann sehen, was möglich ist.
Das Team soll die 40-Punkte-Marke knacken. Ist es gut genug dafür?
Eberl Ja. Der Kader hat eine gute Rückrunde gespielt, das kann man nicht eins zu eins übersetzen, aber als Basis nehmen. Dazu die Transfers und Raúl Bobadilla und möglicherweise Michael Bradley als Rückkehrer – das sollte genug Qualität sein, das Ziel zu schaffen.
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