Borussia Mönchengladbach: Darf Jantschke auf rechts ran?
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 02.03.2011Borussias "Helden von Wolfsburg" haben es aktuell nicht so leicht. Die Häme prasselte nach der Niederlage in Niedersachsen (zurecht) auf die Mannschaft ein. Da dachte sich Trainer Lucien Favre, den Profis das Leben ein wenig angenehmer zu machen.
Die Zwei-Stunden-Trainings, mit denen sich Favre in seiner ersten Woche als Chefcoach profiliert hatte, sind keine eisener Regel mehr. Montags wurde Fußballtennis gespielt, am Dienstag an Kondition und den Standards gefeilt.
Dass der Schweizer etwas an der Grundhaltung seiner Mannschaft ändern muss, ist nach der Leistung in Wolfsburg indes offensichtlich. Der bloße Wechsel des Torhüters (Logan Bailly kam für Christofer Heimeroth ins Team), zeigte nur für kurze Zeit Signalwirkung.
Was kann Favre noch tun? Die größte Baustelle der Trainer Borussias in dieser Saison ist und bleibt die Außenbahn. Somit ist vor dem Spiel am Wochenende gegen Hoffenheim (15.30 Uhr, Live-Ticker) ein Wechsel auf rechts durchaus denkbar – mit gleich zwei Wechselkandidaten.
So könnte Tony Jantschke in dieser Saison erstmals von Beginn an in der Bundesliga auflaufen. Als Vertreter für Tobias Levels, der sich in den bisherigen Spielen wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerte – mangels Alternativen auf der rechten Abwehrseite bislang aber gesetzt war. Einhergehen könnte ein Einsatz des 20-Jährigen mit dem Wechsel von Marco Reus zurück ins rechte Mittelfeld.
Dort verfügt Patrick Herrmann zwar über unheimlich viel Talent, ihm mangelt es jedoch noch an der – gerade im Abstiegskampf benötigten – Konstanz. Reus' Platz wiederum würde dann wahrscheinlich Igor de Camargo einnehmen. Der Belgier hat seine Sperre nach der Roten Karte, die er beim Spiel auf St. Pauli kassierte, abgesessen und zeigte sich auch schon frühzeitig entsprechend geläutert.
Alle Personalspiele bringen jedoch nichts – wenn Borussia gegen die TSG ähnlich uninspiriert auftritt wie beim streckenweise desolaten Gastspiel in Wolfsburg. Ein paar Wechsel in Favres Team täten sicherlich gut. Doch letztlich ist eine andere Aufgabe des Schweizers genauso wichtig: Das Team endlich zum Kämpfen zu kriegen.
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