Borussia Mönchengladbach: De Camargos "kollektives Tor"
zuletzt aktualisiert: 31.01.2012Mönchengladbach (RP). Igor de Camargo ist nicht gern Joker. Denn das bedeutet, dass man nicht von Beginn an dabei sein darf. Doch hat de Camargo als Joker durchaus Erfolg. Sein 1:0 in der Nachspielzeit des ersten Relegationsspiels gegen Bochum schoss er nach seiner Einwechslung – und auch jetzt das 3:0 in Stuttgart.
"Es ist immer etwas schwerer, ins Spiel zu kommen, wenn es schon läuft. Aber es war in Stuttgart leichter als beim 0:1 in Augsburg, als ich reinkam. Da hatten wir kaum Chancen. Das war jetzt anders", sagt de Camargo. Borussia konterte gut, war aber schludrig in der Chancenverwertung. Am Ende gab es noch zwei Treffer, den zweiten erzielte de Camargo.
Wie so oft bei ihm war es ein Treffer von Bedeutung: das erste Jokertor der Saison. Zudem war es das erste Tor seit dem siebten Spieltag, das nicht von Patrick Herrmann, Mike Hanke, Juan Arango oder Marco Reus erzielt wurde. Für de Camargo war es vor allem wertvoll, weil es sein erster Einschuss seit dem sechsten Spieltag war. Damals erzielte er den 1:0-Siegtreffer in Hamburg, zuvor hatte er den 1:0-Erfolg in München möglich gemacht. "Das tut gut", sagte er.
De Camargo ist oft ein Mann für die wichtigen Tore. Das in Stuttgart war, jenseits der Joker-Geschichte, vergleichsweise unbedeutend. Aber es war ein Treffer, der sinnbildlich ist für das, was Borussia starkmacht.
"Es war ein kollektives Tor", sagt de Camargo. Er leitete einen Einwurf mit der Brust zu Reus, der schickte Herrmann auf die Reise, dessen Hereingabe de Camargo dann einschob. "Das Kollektiv ist unsere große Stärke", sagt de Camargo. Zu einer funktionierenden Gruppe gehören auch die Ergänzungsspieler. Vor allem, wenn sie ein Joker werden.
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