Borussia Mönchengladbach: Dennis Dowidat spielt um seine Zukunft
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012Borussia Mönchengladbach (RP). Drei Spiele hätte Borussias U23 eigentlich in diesem Jahr schon absolviert haben sollen, doch nur daheim gegen Elversberg kam es bisher dazu.
Morgen soll nun die Partie bei der U21 des 1. FC Köln nachgeholt werden, und mit einem Sieg würde Borussia als Zweiter weiter ganz engen Kontakt zur Spitze halten.
Doch nicht nur für die Mannschaft, die diesen Kontakt so lange wie möglich halten will, geht es in der bevorstehenden Rückrunde um viel. Auch für einzelne Spieler wird sich die Zukunft entscheiden, und einer davon ist Mittelfeld-Motor Dennis Dowidat. Der gerade 22-Jährige, für den Borussia vor Jahren Lewis Holtby ziehen ließ, steht schon seit Jahren an der Schwelle zu einer großen Karriere, wurde aber schon in der Jugend immer wieder durch schwere Verletzungen zurückgeworfen.
Nach einer verletzungsfreien Vorsaison fiel der Techniker in der Hinrunde wieder über Wochen mit Knieproblemen aus. "In der Zeit war meine Stimmung ein Mix aus Gelassenheit und Niedergeschlagenheit. Aber letztlich wusste ich ja, dass es diesmal wohl nicht so schlimm ist", sagt Dowidat, der endlich wieder absolut fit ist und gleich im ersten Spiel des Jahres wieder das Tor traf.
In der Tat wird die Rückserie wohl maßgeblich darüber entscheiden, wie Dowidats Karriere weiter geht. Sein Profivertrag gilt nur für die laufende Saison, und gerne würde er in den kommenden Monaten so auftrumpfen, dass der Verein weiter auf ihn baut. "Ich weiß schon, was ich an Borussia habe, würde auch sehr gerne hier bleiben, weil ich nach den Jahren weiß, dass ich dem Verein auch viel zu verdanken habe. Borussia hat damals nach meinem Fußbruch den Vertrag mit mir verlängert", sagt der gebürtige Düsseldorfer. "Ich fühle mich hier sehr wohl, bin aber natürlich auch nicht mit Borussia verheiratet."
Die Antwort auf die Frage, wie groß denn die Chance auf den Aufstieg in die Dritte Liga ist, beantwortet Dowidat dergestalt, dass er auf jeden Fall bestens ins Bundesligateam passen würde. "Es macht keinen Sinn, andauernd auf die Tabelle zu starren und zu rechnen. Auch wir denken nur von Spiel zu Spiel. Denkt man darüber nach, wo man vielleicht in vier Wochen sein könnte, fehlt schnell die Konzentration auf die nächste Aufgabe." Aufstiegs-Konkurrent Trier bewies jüngst mit der Niederlage gegen Idar-Oberstein, wie wenig eine Favoritenrolle in einem Spiel bedeuten muss.
"Es bringt nichts, sich zu viele Gedanken darüber zu machen, was da noch kommen könnte", stellt Dowidat klar. Ebenso klar ist für ihn aber auch, dass die Dritte Liga sportlich einen Sprung bedeuten würde. "Da ist das Niveau deutlich höher, und vor allem ist es schon ein Unterschied, ob man vor 200 Zuschauern in Elversberg spielt oder vor Tausenden bei einem der großen Klubs." Und wenn Dennis Dowidat endlich vom Verletzungspech verschont bleibt, könnten große Kulissen für ihn zum wöchentlichen Geschäft werden.
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