Borussia: Der große Auftritt von Seidel und Schuchardt
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 07.04.2008Kurz vor der Pause dürften sich einige Borussen-Anhänger beim Oberligaspiel gegen den SV Straelen an das Hinspiel erinnert haben. Dort lieferte Borussias U23 eine der schlechtesten Saisonleistungen ab und verlor 1:2.
So stand es nach 37. Minuten auch nun wieder. Die Tatsache, die Elf von Trainer Horst Wohlers diesmal aber 3:2 gewann, durfte der VfL vor allem zwei Spielern verdanken: Sören Seidel und Lars Schuchardt. Denn gleich zweimal legte der eingewechselte Kapitän mustergültig für Seidel auf, der nach der Pause eher an einen Stürmer als an einen defensiven Mittelfeldmann erinnerte.
Schon in der fünften Minute ging Borussia durch Tim Heubach in Führung. Danach fiel jedoch der zweite Treffer nicht. Bei einer Großchance für Straelen in der 22. Minute bekam dann Torhüter Frederic Löhe einen Tritt ab, der bei ihm Schwindel auslöste.
So musste Ersatztorhüter Sven Najemnik ran. Und da sonst vier Spieler über 23 Jahren auf dem Feld gestanden hätten, musste auch Dennis Puhl noch Abdullah Keseroglu weichen. So kam ein Bruch ins Spiel, der zunächst den Ausgleich durch Thomas Pütters, wenig später das 1:2 durch den Ex-Gladbacher Mario Schwarz zur Folge hatte.
Dann kam jedoch der Auftritt des Duos Schuchardt/Seidel. In der 63. Minute legte Schuchardt den Ball beim 2:2 clever noch einmal quer, fünf Minuten später beschäftigte er vier Gegenspieler, kam aber dennoch zur Flanke, die genau auf dem Kopf von Sören Seidel landete.
Diese Treffer erleichterten auch Wohlers. „Solche Spiele muss man gewinnen, mit Kampf und Einsatzwillen“, erwähnte er zunächst das Positive. Doch ihm entging auch nicht, dass der Treffer zum 1:1 wieder über die rechte Gladbacher Abwehrseite entstand.
„Da haben wir im Moment keine perfekte Lösung“, räumte er ein. Moses Lamidi, der als einzige Spitze zunächst einen schweren Stand hatte, blühte förmlich auf, als er von Schuchardt nach knapp einer Stunde Unterstützung bekam. Dennoch versäumte er zweimal, den Ball auf den Torjäger quer zu legen. Sonst wäre es kaum beim 3:2 geblieben.
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