Borussia: Die Borussen am Tag danach
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 09.05.2008 - 11:50Der erste Arbeitstag als Aufstiegs-Trainer begann für Jos Luhukay mit einigen Überraschungen. „Ich dachte, wir hätten einige Neuzugänge“, sagte der Niederländer grinsend. In der Nacht zuvor hatten nicht wenige Profis bei der Aufstiegsfeier die Haare gelassen. Es war exakt 10.30 Uhr, als er nebst seinen Co-Trainern Markus Gellhaus und Uwe Kamps in Richtung Arbeitsplatz schlenderte. Kurz darauf folgten die Spieler - oben ohne, aber dienstbeflissen: Um 10.32 Uhr betraten die Helden das Grün. Die gut 100 Fans applaudierten artig.
„Die Jungs müssen regenerieren“
Zunächst ließen sich die Borussen auf dem Rasen nieder und lauschten den Worten des Trainers. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass ich ihre Leistung in den vergangenen Wochen imponierend fand“, berichtete Luhukay später. Das Arbeitspensum fiel gnädig aus. „Die Jungs müssen regenerieren“, wusste der Trainer, dass nicht nur das Spiel gegen Wehen Kraft gekostet hatte. Um 10.50 Uhr setzten sich die Fußballer in Bewegung und drehten in der warmen Mai-Sonne (24 Grad) ein paar Runden.
Dabei fanden einige heraus, dass die neue Frisur durchaus Nachteile hat: „Die Sonne brannte ganz schön auf dem Kopf“, gestand Torhüter Christofer Heimeroth nach der gut 20 Minuten währenden Laufeinheit. Flugs wickelte er sich ein T-Shirt wie einen Turban um den nun kahlen Schädel. Wie viele andere der neuen Glatzen-Fraktion (Kasper Böge-lund, Sebastian Svärd und Filip Daems sind ja ständig Kurzhaar-erprobt) hatte der morgendliche Blick in den Spiegel Überwindung gekostet. „Es war halt ein Gruppenzwang, dem ich mich gern gebeugt habe“, sagte Heimeroth und fuhr mit der Hand über die Stoppeln.
Auf dem Weg zurück in die Kabine mussten die künftigen Bundesliga-Borussen viele Autogramme schreiben. Fotos mit den Neu-Glatzen waren sehr begehrt.
Haarige Überraschung am Sonntag
„Die nächste haarige Überraschung wird es am Sonntag beim Freiburg-Spiel geben“, verriet Alex Voigt. Details gab er nicht preis. Einen persönlichen Kahlschlag befürchtet Jos Luhukay aber nicht. „Ich bleibe, wie ich bin. Meine Haare wachsen nicht so schnell nach wie bei den Jungs. Und auch mein Schnäuzer bleibt dran.“ So beugt er auch vor, dass er vielleicht für einen neuen Trainer gehalten wird.
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