Borussia Mönchengladbach: Die "Copa" ist Rupps Glück
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 20.07.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Das Netz mit den Torfabrik-Bällen hängt wie ein Kartoffelsack über der Schulter. So ist es nun einmal im Sport: die Jungen müssen schleppen. Und da Lukas Rupp, Baujahr 1991, zu den jüngeren Kalibern der neuen Borussia-Mannschaft gehört, ist er auch als Lastesel eingeplant.
Der ehemalige Karlsruher trägt es mit Fassung. Denn für ihn ist Mönchengladbach eine neue Welt. "Der Sprung aus der Zweiten in die Erste Bundesliga ist gar nicht so einfach", sagt er. Gut gemeistert hat er die Umstellung jedoch allemal: Von den fünf Zugängen, die Borussia bislang verpflichtet hat, ist Rupp der Einzige, der einen Stammplatz vorweisen kann. "Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn du im Training merkst, dass du zur Stamm-Mannschaft gehörst", sagt er.
Rupp weiß auch, wem er das zu verdanken hat. "Normalerweise ist Juan Arango gesetzt", sagt der Mittelfeldmann. Doch weil der Venezolaner aktuell ziemlich erfolgreich mit der Nationalmannschaft bei der Copa America aktiv ist und dort im Halbfinale steht, darf sich Rupp auf der linken Seite versuchen. "Ich denke, das war ganz in Ordnung", sagt der 20-Jährige. Eine Untertreibung: Bisher ist Rupp eine positive Überraschung im noch stockenden Borussia-Motor. "An die linke Seite muss ich mich allerdings noch ein wenig gewöhnen", sagt er. Er spielt eigentlich lieber rechts, wich aber auch in Karlsruhe schon aus.
Seine alten Kollegen vermisst Rupp manchmal. Deshalb wollte er sich vergangenes Wochenende runterfahren den Zweitliga-Auftakt des KSC live im Stadion angucken. Weit ist er nicht gekommen. "Auf der Autobahn hat mein Auto gestreikt", sagt er. "Ich kam zwei Stunden zu spät an." So blieb nur noch die Option Fernsehen: "Ich konnte immerhin die zweite Halbzeit sehen." Es sind kleine Rückschläge, die Rupp locker wegsteckt. Er genießt die Zeit als Platzhalter für Arango. Nutzen will er sie auch. "Ich muss gut spielen", sagt er. "Dann wird es für den Trainer schwer, mich herauszunehmen."
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