Borussia Mönchengladbach: Die letzte große Baustelle
VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 25.07.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Borussia hat in den vergangenen Tagen einige Baustellen abgearbeitet. Das Hickhack um den Verbleib von Dante oder um die Transfers von Joshua King und Yuki Otsu wurde beendet. Damit hat Borussia den manchmal etwas unglücklichen Auftritt der vergangenen Tage weitgehend korrigiert.
Nun, nach dem letzten Testspiel der Vorbereitung, ist es an der Zeit, sich verstärkt mit dem Sportlichen zu befassen. Borussia lieferte in den Testspielen einmal (gegen Aberdeen) eine Klasseleistung ab, ansonsten schwankten die letzten Darbietungen zwischen durchschnittlich (Sunderland) und durchwachsen (Porto). Da besteht noch Nachbesserungsbedarf – vor allem im Spiel nach vorne.
Das hat auch Trainer Lucien Favre bemerkt, der, interpretiert man seine meist diplomatisch gemeinten Äußerungen, nur bedingt zufrieden mit dem Leistungsstand seiner Mannschaft ist. Die Abwehr hat der Schweizer in den Griff bekommen. Sie agiert solide, leistet sich manchmal kleine Aussetzer, aber lässt insgesamt wenig Chancen zu.
Im Spiel nach vorne hapert es jedoch ganz gewaltig. Es ist die letzte große Baustelle für Favre, der am liebsten noch einen Mittelfeldspieler, der das Spiel eröffnen und lenken kann, holen würde. Doch solange Michael Bradley nicht verkauft wird, sind dem Verein die Hände gebunden. Bradley spielt in den Plänen von Trainer Lucien Favre jedoch keine Rolle. Es ist eine Baustelle, die bald geklärt werden muss. Denn als Tribünengast wäre der Amerikaner ein teurer Spaß für Borussia.
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