Borussia: Fanprojekt: Nein zur Initiative mit Effenberg
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 28.04.2011 - 09:22Veränderung ja, Initiative Borussia nein – das ist der Standpunkt des Fanprojekts Mönchengladbach (FPMG) zur der Macht-Debatte im Umfeld des Tabellen-17. "Niemand will die totale Revolution. Wir Fans wollen nur, dass die aktuellen Verantwortlichen kritisch hinterfragen, warum es schon seit Jahren eine solche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt und von sich aus die Konsequenzen ziehen. Besonders kritisch wurde die Position des Präsidenten Rolf Königs gesehen", sagte Matthias Neumann, Sprecher des Fanprojekts, unserer Redaktion.
200 Mitglieder hätten bei der Jahreshauptversammlung der Dachorganisation aller Borussia-Fans im Fanhaus im Borussia-Park kontrovers, aber konstruktiv diskutiert, berichtete Matthias Neumann.Trotz Stefan Effenberg, der am Dienstag von der Initiative als Sportdirektor-Kandidat vorgestellt wurde, sind die Gladbach-Fans von den Ansätzen der Oppositionsbewegung um Norbert Kox offenbar nicht überzeugt.
Die Initiative will den Verein personell und strukturell revolutionieren. Effenberg, den nicht wenige Fans in Internetforen schon länger als Heilsbringer fordern, geht als Frontmann der Initiative in den Wahlkampf um die Macht im Verein. "Die breite Mehrheit war an diesem Abend gegen die Initiative, da die von dieser geplanten Strukturänderungen nicht umfänglich mitgetragen werden", sagte Neumann.
Die Fans fordern aber grundsätzlich, dass sich etwas ändern muss bei Borussia. "Der Mythos sind die Fans, der beschriebene Weg der Fohlenphilosophie mit den Wurzeln in den 70er Jahren muss weiter beschritten werden, Anteile und Rechte des Vereins dürfen nicht verkauft werden und es dürfen keine Sponsoren in den Aufsichtsrat", das sind die Thesen der Fans.
Neben der Initiative Borussia hat auch die Mitgliederoffensive 2007/2011 Anträge auf Satzungsänderungen eingereicht. Diese könnte von der Aversion der Fans gegen die Ideen der Initiative Borussia profitieren. "Es kann natürlich sein, dass viele Fans sich dann für diese Alternative entscheiden", vermutet Neumann. Es gibt allerdings keine Direktive des Fanprojekts für die Mitgliederversammlung des Vereins am 29. Mai. "Wir haben unsere Mitglieder aufgeklärt, jeder muss nun selbst entscheiden, wen er wählt", sagte Neumann.
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