Borussia: Favre entlastet Reus
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 02.04.2011 - 21:44Lucien Favre war enttäuscht. 0:1 hatten seine Borussen beim FC Bayern verloren, und das nach einer „sehr guten ersten Halbzeit“, wie der Trainer fand. Nach der Pause, als der Rekordmeister den Druck deutlich erhöhte, „haben wir ein paar taktische Fehler gemacht“.
So passierte, was alle erwartet hatten. Und den Borussen bleiben nur noch sechs Spiele Hoffnung. Diese geben „wir nicht auf, so lange es rechnerisch möglich ist“, sagte Stürmer Mike Hanke.
„Wir haben vor dem Spiel beim FC Bayern gesagt, dass wir noch vier Siege brauchen. Das ist immer noch möglich“, sagte Martin Stranzl. Er habe „Verständnis für die Fans, die unsere Aussagen, dass wir noch Hoffnung haben, nicht mehr hören können. Aber wir glauben noch daran“, versicherte der Verteidiger.
Marco Reus war indes untröstlich. Mit seinem Fehlpass hatte er Arjen Robben und Franck Ribéry die siegbringende Kooperation in der 77. Minute ermöglicht. Reus schwieg, doch seine Kollegen und auch der Trainer nahmen ihn in Schutz. „So ist das im Fußball, solche Fehler passieren. Aber man kann so eine Situation gleich danach auch mit einem taktischen Foul lösen. Wenn Robben und Ribéry dann mit Tempo auf dich zukommen, kannst du wenig machen“, sagte Stranzl. „Marco hat zwar den Fehlpass gespielt, aber er hat nicht die Schuld an der Niederlage. Er hatte den Gegner im Rücken. Wer den Ball hat, ist auch auf seine Mitspieler angewiesen. Und die müssen auch nachrücken“, sagte Lucien Favre.
„Schade“, sagte Martin Stranzl. „Es zählt eben nur das nackte Ergebnis, und das stimmt wieder nicht.“ Ganz anders war die Stimmung beim FC Bayern. „Es war ein Pflichtsieg, der uns drei wichtige Punkte und den dritten Platz gebracht hat. In unserer Situation zählen nur die Punkte. Die haben wir geholt“, sagte Kapitän Philipp Lahm.
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