Borussia Mönchengladbach: Favre: Gefahren minimieren
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 04.07.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Es gab Trainingslager, aus denen die Borussen bestens gelaunt und euphorisch zurückkehrten. Und danach: Tristesse. Nun, nach den Tagen in Bad Wörishofen, ist die Stimmung vor allem konzentriert.
Lucien Favre hat mit den Spielern intensiv gearbeitet, um die konditionelle Basis zu schaffen für die Saison. Er hat die Seinen gelobt, weil sie voll mitgezogen haben. Aber er hat sie auch getadelt nach dem Testspiel gegen Fürth.
Favre ist ein Trainer, der die Finger in die Wunden legt, der Fehler schonungslos aufzeigt, auf dem Trainingsplatz und eben auch nach den Testspielen. Er hat auch zwischen den Zeilen durchblicken lassen, dass es möglicherweise noch Nachbesserungen geben muss, was den Kader angeht. Die vielen jungen Spieler, die Borussia hat, haben Favre beeindruckt. Aber er weiß, dass es bei aller Qualität keine Garantien gibt bei ihnen. Darum ist er offen für neue (Transfer)Ideen, die für mehr Planbarkeit sorgen. Favre will Erfolg mit Borussia, darum stellt er zu Recht hohe Ansprüche – an die Mannschaft, aber auch an den Klub und Manager Max Eberl.
Borussia hat Favre geholt, um sie zu retten und besser zu machen. Er hat sie gerettet, nun will er sie verbessern. Favre will Gefahren minimieren. Er weiß, dass jetzt noch genug Zeit ist, Fehler zu korrigieren. Auf dem Platz und daneben.
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