Borussia: Favre: "Gut organisiert sein und Bälle erobern"
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 24.02.2011 - 20:37Das Unternehmen "Wolfsburg" begann am Donnerstag um exakt 13 Uhr. Mit dem Bus ging es zum Bahnhof nach Düsseldorf, von dort dann mit dem ICE in die niedersächsische Autostadt. Am Wolfsburger Bahnhof holte Busfahrer Marcus Breuer die Borussen dann ab und chauffierte sie ins Teamquartier am Tankumsee. Nicht dabei ist Karim Matmour. Der Algerier hat eine Grippe.
So kann Matmour definitiv keiner sein, den Trainer Lucien Favre als möglichen Austausch-Kandidaten im Sinn hat falls er die Sieger-Elf vom Schalke-Spiel für das Spiel beim VfL Wolfsburg am Freitag (20.30 Uhr im Live-Ticker) doch noch umbauen will. "Nach diesem Spiel wird es allerdings schwer für mich, das Team zu verändern. Aber alle sind bereit, und ich weiß noch nicht ganz genau, ob ich die gleiche Mannschaft wie gegen Schalke aufbieten werde", sagte Favre am Donnerstag.
Vor allem Igor de Camargo könnte eine Alternative für die Offensive sein. Der Brasilianer mit belgischem Pass fehlte beim 2:1 gegen Schalke wegen seiner Rotsperre. Nun ist er wieder dabei - und Favre schätzt seine Qualitäten. "Er kann eine wichtige Rolle spielen. Er hat Tore gemacht, mit ihm kann man Fußball spielen und er ist auch als Mensch wichtig für die Mannschaft", sagte der Trainer.
Ob für Wolfsburgs Diego ein "Wachhund" sein muss, das "sehen wir im Spiel, zur Not kann man auch im Spiel reagieren und umstellen", sagte Favre. Grundsätzlich sagt er: "Wir wollen in Wolfsburg etwas mitnehmen." Sein Weg zum Erfolg: „Gegen diesen Gegner müssen wir sehr gut organisiert sein und viele Bälle erobern, das wird der Schlüssel sein.“
Die Statistik indes spricht eher für den VfL Wolfsburg. Nur zwei von zehn Bundesligaspielen hat Borussia bei den Niedersachsen gewonnen, die anderen acht gingen verloren. Allerdings ist der Gegner nicht sonderlich heimstark. Nur drei Spiele wurden gewonnen, Borussia hingegen hat viermal in der Fremde gesiegt. In der Rückrunde gab es 1:0-Siege in Nürnberg und Frankfurt und dann das 1:3 beim FC St. Pauli. Ein Sieg in Wolfsburg wäre eminent wichtig. "Wir müssen eine Serie starten", weiß Sportdirektor Max Eberl.
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