Borussia Mönchengladbach: Freiburgs Hoffnungen ruhen auf Cissé
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 01.10.2011Borussia Mönchengladbach (RP). An Chancen für ein wesentlich besseres Ergebnis mangelte es nicht. 60 Minuten spielte der SC Freiburg auf Schalke stark auf, ehe das 1:2 ihre Niederlage einleitete. Doch das 2:4 bei den Knappen zeigte auch deutlich das Dilemma der Breisgauer auf.
Mitspielen können sie in der Liga sehr wohl, nur machen sie in der Defensive zu viele Fehler, um sich entsprechend mit Punkten zu belohnen. So steht der SC vor dem Spiel gegen Borussia auf einem Abstiegsplatz.
TAKTIK Wie unter seinem Vorgänger Robin Dutt lässt Trainer Marcus Sorg die Mannschaft im 4-2-3-1-System auflaufen, interpretiert es allerdings offensiver. Dabei soll mit schnellem Kombinationsfußball die einzige Sturmspitze, Papiss Demba Cissé mit brauchbaren Zuspielen gefüttert werden.
BESTE SPIELER In der letzten Saison war Papiss Cissé mit 22 Treffern Freiburgs Lebensversicherung, nun ist er über den Sommer hinaus beim SC geblieben und weiter sein Hoffnungsträger Nummer eins. Neben dem sechsfachen Torschützen gefällt bislang Cedric Makiadi in der Offensive, während die übrigen Leistungsträger noch nach der Form der Vorsaison suchen.
LETZTES AUFEINANDERTREFFEN Es ist noch gar nicht lange her, da gewann Borussia daheim gegen den SC Freiburg 2:0 und kletterte damit am 33. Spieltag der Vorsaison auf den Relegationsplatz. Schlechter sind die Erinnerungen an das letzte Spiel in Freiburg: Gladbach verlor am 12. Dezember 2010 0:3.
STÄRKEN Zwölf Tore hat der SC Freiburg geschossen, nur vier Teams waren bislang erfolgreicher. Dass davon zehn Treffer aus dem Spiel heraus erzielt wurden, verdeutlicht seine Spielstärke. Und mit Cissé hat der Klub einen Stürmer zur Verfügung, der kaum über 90 Minuten auszuschalten ist.
SCHWÄCHEN Im Angriff sind die Breisgauer also gefährlich, dafür in der Defensive umso anfälliger. Mit 22 Gegentreffern stellen sie derzeit die schwächste Abwehr der Liga. Dies liegt nicht nur am Verletzungspech einiger Defensivspieler. Das gesamte Team arbeitet nicht kompakt genug, um den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten.
TRAINER Vor der Saison war Marcus Sorg (45) in der Bundesliga ein unbeschriebenes Blatt, da er bisher als Trainer nur in der Regionalliga arbeitete. Nun hat der Ulmer die Chance, im Oberhaus Fuß zu fassen. Seine Bilanz von vier Punkten aus sieben Spielen ist ausbaufähig.
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