Borussia: "Funkstille" zwischen Luhukay und Ziege
VON O. E. SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 03.01.2008Trubel haben sie im vergangenen halben Jahr wirklich genug gehabt. Und sich fast täglich gesehen. Auf die Nerven sind Christian Ziege und Jos Luhukay sich dabei aber ganz gewiss nicht gegangen – im Gegenteil.
Doch über Weihnachten und Neujahr herrschte mal „Funkstille“. „Eine angenehme Ruhe“, sagt Sportdirektor Christian Ziege, der Skiurlaub in Tirol gemacht hat. „Das Handy hat kaum geklingelt“, versichert er.
Also keine Neuverpflichtung zur Rückrunde (da war ohnehin nichts geplant), keine Anfrage eines anderen Vereins, der einen Gladbacher haben möchte. Eugen Polanski etwa, der in der kompletten Hinrunde nur 273 Minuten spielen durfte und natürlich unzufrieden ist.
Heute um 15 Uhr treten also alle 27 Spieler wieder im Borussia-Park an. Ausgeruht und gesund, hofft Jos Luhukay. Zwei werden aber zum Trainigsauftakt im neuen Jahr zunächst nur Laufübungen machen: Kasper Bögelund und Robert Fleßers nach ihren Knieoperationen.
Sebastian Schachten jedoch, der große Pechvogel der Hinrunde, ist zuversichtlich, dass er nach fast fünf Monaten Pendeln zwischen Reha-Abteilung und misslungenen Trainingsversuchen endlich richtig einsteigen kann. „Wir haben auch im Urlaub gearbeitet. Sebastian fühlt sich gut, hat keine muskulären Probleme“, sagt Physiotherapeut Michael Risse.
Neun Tage wird ab heute in Gladbach trainiert, vor allem für die Kondition. Ab dem Trainingslager an Spaniens Costa del Sol (12. bis 19. Januar) liegt der Schwerpunkt auf dem Spielerischen. Auf dass die Borussen am 1. Februar zum Rückrundenauftakt gegen Kaiserslautern da anknüpfen, wo sie im Dezember aufgehört haben: als recht souveräner Spitzenreiter.
Schließlich soll das Unternehmen Wiederaufstieg erfolgreich abgeschlossen werden. Damit Luhukay und Ziege sich im Sommer noch einmal „Funkstille“ leisten können. Aber wahrscheinlich ist dann Feinarbeit für die Bundesliga gefragt.
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