Borussia Mönchengladbach: Gegen die Superstars gespielt
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 11.06.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Borussias neuer Außenverteidiger hat seinen Vertrag unterschrieben. Oscar Wendt hatte in der Champions League schon Lionel Messi und Christiano Ronaldo zum Gegner. Nun will er sich in der Bundesliga durchsetzen.
Am Freitag war es soweit. Der schwedische Nationalspieler Oscar Wendt unterzeichnete im Borussia-Park seinen Dreijahresvertrag. "Es war eigentlich ganz leicht, einig zu werden. Wir konnten nur nicht früher alles klarmachen, weil ich noch mit der Nationalmannschaft unterwegs war", erzählte der 25-Jährige nach der sportmedizinischen Untersuchung. "Es gab auch andere Angebote, aber aus Respekt vor den Klubs möchte ich sie nicht nennen", sagte der Schwede, der ablösefrei kommt.
Vier Tage später als der Großteil seiner Kollegen wird Wendt am 27. Juni im Trainingslager in Bad Wörishofen in die Vorbereitung einsteigen. Bis dahin zieht es ihn noch einmal in seine Heimat, rund eine Autostunde von Göteborg entfernt. "Da werde ich nach fast einem Jahr ohne echte Pause nur gut essen und es mir auch sonst gut gehen lassen."
Fünf Jahre in Kopenhagen gespielt
Daheim war er in den letzten Jahren nicht sehr oft, spielte er doch fünf Jahre in Dänemark für den FC Kopenhagen, gewann dort im Sommer schon seinen vierten Meistertitel. Auch in der Champions League war Wendt erfolgreich, spielte in der Gruppenphase im Herbst zweimal gegen Barcelona mit Superstar Lionel Messi. "Ich habe auch schon gegen Cristiano Ronaldo gespielt, aber Messi ist einfach der beste Fußballer der Welt", sagt Wendt. Und mehr als ein 1:1 schaffte Barcelona in Kopenhagen nicht.
Über Borussia weiß der Schwede eine ganze Menge, so die erfolgreiche Vergangenheit von Martin Dahlin und Patrick Andersson. "Ich kenne beide, hatte aber noch keine Gelegenheit, mit ihnen über Borussia zu reden." Auch seinen neuen Kollegen und Konkurrenten auf der linken Abwehrseite, Filip Daems, kennt Wendt. "Filip ist ein guter Spieler, ich auch, und Konkurrenz ist für jede Mannschaft gut. Ich möchte natürlich so viele Spiele wie möglich machen", sagt er bescheiden.
Die Bundesliga sei eine gute Adresse, den nächsten Schritt zu machen. "Zusammen mit England, Spanien und Italien ist die Bundesliga ganz oben, hat aber wohl die größte Leistungsdichte. In einem Heimspiel kannst du gegen jede Mannschaft gewinnen", sagt er und will helfen, die neue Spielzeit sorgenfreier zu gestalten.
Gerne und oft schaltet er sich in die Offensive ein, hat aber zuletzt in der Jugend wirklich weiter vorne gespielt. Nach dem Urlaub wird ihn seine Freundin Sandra nach Gladbach begleiten. "Noch sind wir nicht verheiratet, aber nächsten Sommer werden wir das wohl nachholen", verrät Wendt. Und das scheint auch wichtig zu sein. "Sie hilft mir bei vielen Dingen. Ohne sie bin ich hilflos."
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