Borussia Mönchengladbach: Gladbach trauert Chancen hinterher
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 16.10.2011 - 12:17Mönchengladbach (RPO). Lucien Favre war nicht zufrieden. "Wir haben gut gespielt, aber wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen", sagte Borussias Trainer nach dem 2:2 gegen Bayer Leverkusen. Die Borussen trauern ihren vergebenen Chancen hinterher.
Favres Kollege Robin Dutt wusste, wem die "Werkself" diesen glücklichen Punktgewinn zu verdanken hatten: "Für uns gab es nur zwei positive Dinge: Bernd Leno und André Schürrle", sagte Leverkusens Coach. Der junge Torwart erwischte einen Glanztag und verhinderte mit gut einem halben Dutzend guter Paraden einen irreparablen Rückstand. So konnte Schürrle mit einem herrlichen Drehschuss kurz vor dem Ende die drohende Niederlage doch noch abwenden.
Nach Stefan Reinartz' Führungstor hatten Marco Reus und Patrick Herrmann mit ihren Toren das Spiel gedreht. "Wir haben gut gespielt und hatten viele Chancen, die wir nicht genutzt haben, wir haben zwei Punkte verloren", sagte Gladbachs Verteidiger Dante. Die letzte große Möglichkeit vergab der starke Marco Reus, der nach Mike Hankes Kopfballvorlage, abzog und Leno am Kopf traf. Leno war kurz "weg" wie er sagte. "Als ich dann wieder bei mir war, habe ich auf die Anzeigetafel geschaut und gesehen, dass es noch 2:2 stand", sagte Leno.
Letzter Sieg 1989
Mit dieser Parade verhinderte er den ersten Heimsieg der Borussen gegen Bayer seit dem 25. Februar 1989. 20 Partien gab es seither in Mönchengladbach gegen Bayer. Gleichwohl bleiben die Borussen mit dem insgesamt 17. Punkt aktuell der erste Bayern-Verfolger. Zuletzt hatte Borussia am 25. Februar beim 1:2 in Wolfsburg zwei Tore in einem Spiel kassiert.
Dutt hatte sich gewünscht, dass die Führung seiner Mannschaft mehr Sicherheit gegeben hätte. "Wir haben aber taktisch nicht gut reagiert auf das dann schnellere Passspiel der Gladbacher. Sie haben sich dann regelrecht in einen Rausch gespielt. Aber wir haben dann ja doch noch das Tor erzielt", sagte der Trainer.
Für Schürrle war es der erste Bundesligatreffer für Leverkusen. "Damit ist eine Riesenlast von mir gefallen", sagte der Nationalstürmer. In der vergangenen Saison hatte er noch den 1:0-Siegtreffer für Mainz gegen Gladbach erzielt. "Wir haben schon einmal so ein Tor von Schürrle gekriegt. Leider haben wir am Ende nicht mehr mit 100prozentiger Konzentration verteidigt", sagte Favre, dem die Leistung seiner Mannschaft dennoch imponierte.
"Wir haben schnell gespielt, waren besser als Leverkusen, wir haben zwei Tore erzielt und viele Chancen herausgespielt, das ist sehr, sehr gut", resümierte Favre. Dass diese ungenutzt blieben, wie schon zuletzt beim 0:1 in Freiburg, lässt für den Schweizer nur einen Schluss zu: "Wir müssen arbeiten, arbeiten, arbeiten und das trainieren."
Auch Robin Dutt hat viel Arbeit. Leverkusen war ab der 30. Minute kaum noch im Spiel, zudem handelte sich Gonzales Castro einen Rote Karte ein, weil er Schiedsrichter Wolfgang starke Blindheit unterstellte. „Eine Niederlage wäre verdient gewesen“, gestand Lars Bender.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum











