Borussia: Gut verkauft, hoch verloren
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 24.11.2009Gegen den Deutschen Meister Rot-Weiß Köln war nichts zu holen: Der RSV verlor in eigener Halle 8:17, bot aber eine ordentliche Vorstellung. Der GHTC musste in der Zweiten Liga überraschend auch eine hohe Niederlage einstecken.
Viermal Gräber
Torschützen Gegen Rot-Weiß Köln trafen für Rheydt: Kapitän Matthias Gräber (4), Simon Starck (2), Philipp Lautenbach und Uli Klaus.
Programm Das nächste Spiel bestreitet der RSV erst am Samstag, 5. Dezember, um 16.30 Uhr bei Schwarz-Weiß Neuss. Schon nächsten Samstag (19 Uhr) trifft der GHTC in eigener Halle auf Blau-Weiß Köln. Am Tag darauf muss er zum Düsseldorfer SC (16 Uhr).
Hockey Es ist schon ein Luxus, während einer nur fünfwöchigen Hallensaison plötzlich zehn Tage Vorbereitungszeit auf das nächste Spiel zu haben. Für den Rheydter Spielverein ist dieser Fall nun eingetreten, da er einer Bitte des Crefelder HTC nachkam und das am nächsten Wochenende angesetzte Spiel verlegte. Denn zwei Spieler des CHTC sind mit der Nationalmannschaft zur Champions Trophy nach Australien geflogen. "Es kann schon ein Vorteil sein, dass wir es in den nächsten Tagen mal etwas lockerer angehen lassen können", sagte Trainer André Schiefer, der zunächst gar nicht davon angetan war, dass der RSV als einziger Erstligist einer Spielverlegung zustimmte. Nun hat der RSV am Wochenende spielfrei.
Weder Freude noch Frust
"Es tut uns vielleicht ganz gut, wenn wir mal ein bisschen Abstand gewinnen", sagte Simon Starck. So bleibt auch Zeit, das 8:17 (4:8) gegen Rot-Weiß Köln am Sonntagabend richtig einzuordnen. Denn kurz nach dem Spiel konnte sich Starck weder über die gute Leistung gegen den Deutschen Meister freuen, noch war er sonderlich frustriert über die Höhe der Klatsche. "Es war ja vorher klar, dass wir verlieren. Aber natürlich wäre es schöner, wenn es etwas enger ausgegangen wäre", sagte der 32-Jährige, dessen Leistung sinnbildlich war für das Auftreten des RSV.
Die Rheydter hielten 60 Minuten lang aufopferungsvoll dagegen, verpassten aber durch zu viele individuelle Fehler ein besseres Ergebnis. "Im Hinblick auf die nächsten Spiele ist es gut, dass die Jungs sehen: Hier wird jeder Fehler gnadenlos bestraft. Insgesamt war es aber eine Leistung, mit der wir leben können. Wir haben uns gut verkauft", sagte Schiefer, der im Sturm eher Arbeiter denn Vollstrecker zur Verfügung hat. Starck traf immerhin zweimal, ließ aber auch so manche Chance ungenutzt. Gegen die halbe Nationalmannschaft bei den Kölnern war dies nicht spielentscheidend. "Es wird wohl auf die Duelle mit Neuss und Düsseldorf hinauslaufen", sagte Starck zur Ausgangslage des punktlosen RSV im Abstiegskampf.
Im Aufstiegsrennen der Zweiten Liga hat der Gladbacher HTC an Boden verloren. Überraschend deutlich unterlag Andrew Merediths Mannschaft 2:11 (0:4) beim DSD Düsseldorf. Der kurze Zwischensprint durch Max Brors von 0:5 auf 2:5 war viel zu wenig gegen die starken Gastgeber. "Das war schon sehr ernüchternd. Düsseldorf wusste, was es wollte, und wir haben uns nicht auf ihr Spiel einstellen können", sagte Manager Axel Grambusch nach der zweiten Auswärtsniederlage, durch die der GHTC nun schon vier Punkte Rückstand auf die Spitze hat. Und ausgerechnet jetzt werden mit Meredith und Christoph Menke auch noch der Trainer und der Kapitän der Gladbacher wegen der Champions Trophy zwei Wochen fehlen.
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