Borussia Mönchengladbach: "Im Kopf ganz klar strukturiert sein"
VON O.E. SCHÜTZ - zuletzt aktualisiert: 20.08.2010Es ist das altbekannte Ritual. "Wir sind gut vorbereitet" – das ist der Standardspruch vor jedem Saisonstart. Bei allen Vereinen, nicht nur in Mönchengladbach.
Es wäre ja auch schlimm, wenn nicht alles Mögliche getan worden wäre in einem Geschäft, in dem es um zig Millionen Umsatz geht. Die Nagelprobe aber kommt, wenn die Liga losgeht, im Falle Borussias morgen mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg.
Drei ordentliche bis überzeugende Testspiele zum Abschluss der Vorbereitung, dann vor einer Woche noch der erfolgreiche Pokalauftritt beim Zweitliga-Aufsteiger Aue: Die Gladbacher können morgen mit berechtigtem Selbstvertrauen auflaufen. Doch das erste Spiel hat immer auch einen unbekannten Faktor. "Man weiß nie wirklich, wo man steht", sagt Trainer Michael Frontzeck. Und dies ist Realitätssinn, nicht vorbeugende Maßnahme für einen eventuellen Fehlstart, der – zumal in dieser Bundesliga – nie auszuschließen ist.
Frontzeck weiß noch nicht sicher, welche Startelf er morgen gegen Nürnberg auf den Platz schicken kann. Es gibt noch immer Fragezeichen hinter zwei Namen, auch wenn die gestern beim Training ein wenig kleiner geworden sind: hinter Logan Bailly und Raúl Bobadilla.
Der in Aue mit einem Hexenschuss ausgefallene Torhüter hat gestern Einzeltraining mit Uwe Kamps gemacht, der am Sprunggelenk operierte Stürmer das volle Programm durchgezogen. "Es sieht recht positiv aus. Doch ich will erst einmal die Nacht abwarten und das Abschlusstraining am Freitag", sagte Frontzeck.
Dass die Aufgabe morgen gegen den vermeintlichen Abstiegskandidaten nicht einfach wird, ist klar. "Nürnberg hat seine Stärken im schnellen Umschalten aus der Defensive, ist stark im Konterspiel. Da müssen wir im Kopf ganz klar strukturiert sein", fordert Frontzeck.
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