Borussia Mönchengladbach: Kachungas Gier nach dem Tor
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 01.10.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Elias Kachunga hat in Borussias U23 eine positive Wandlung geschafft. Er ist zum Torjäger geworden – nachdem ein Wechsel geplatzt und er nicht wie erhofft im Profikader ist. Am Samstag will er gegen Bayer Leverkusen wieder treffen.
In der vergangenen Spielzeit brachte es Elias Kachunga in Borussias U23 nur auf einen Treffer. Jetzt sind gerade mal acht Regionalliga-Partien absolviert, und Borussias Angriffs-Talent hat bereits sieben Treffer auf dem Konto, darunter gleich zwei Dreierpacks gegen Essen und in Kaiserslautern.
Sein Trainer Sven Demandt betrachtet vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen II am Samstag (14 Uhr im Grenzlandstadion) diese Wandlung nicht in der nackten Quote, hat aber dennoch einen Unterschied ausgemacht. "Elias hat auch in der Vorsaison schon sehr gute Spiele gemacht. Aber jetzt ist er einfach gieriger auf den Torerfolg."
Viele Sachen angenommen
Alle 75 Minuten ein Tor
Neue Effektivität In der Vorsaison stand Elias Kachunga für ein Tor 1630 Minuten auf dem Platz. In dieser Spielzeit schlug der Ball alle 75 Minuten im gegnerischen Tor ein, insgesamt siebenmal.
Bundesliga In der Vorsaison kam Kachunga unter Michael Frontzeck am 8. und 10. Spieltag gegen Hoffenheim und Kaiserslautern zu insgesamt 26 Einsatz-Minuten.
Das dokumentierte er auch am Mittwochabend wieder, als er in der Nachwuchsrunde gegen Charleroi in 45 Minuten erneut zweimal traf. "Ich habe viel gelernt und auch viele Sachen angenommen, die das Trainerteam mir klar gemacht hat", sagt Kachunga selbst. Die vergangenen Monate waren für ihn nicht leicht, hatte er doch gedacht, dass er zum Kader der Profis gehört. "Jetzt habe ich die Vorbereitung und den Saisonstart in der U23 gemacht und das auch so akzeptiert", fügt er hinzu.
Verstanden hat der den Wink, und angenommen hat er die Situation augenscheinlich auch. "Ich mache jetzt einfach meine Dinge, auf den Rest habe ich ohnehin keinen Einfluss." Liefe es in der Bundesliga ähnlich schlecht wie vor einem Jahr, wäre der Ruf nach dem jungen, treffsicheren Stürmer aus der U23 sicher schon öffentlich laut geworden.
Das Gegenteil ist der Fall, dennoch verfolgt Lucien Favre die Entwicklung des 19-Jährigen natürlich weiter. "Ich habe ihn auf jeden Fall weiter im Auge, aber er hat es natürlich schwer, weil wir sehr viele gute Stürmer haben. Doch er entwickelt sich gut", merkte der Trainer jüngst an. Auch Kachunga selbst weiß, dass er seinen Weg fortsetzen muss: "Die Stürmer in der Bundesliga haben zuletzt vielleicht nicht so getroffen, aber sie haben sehr viel gearbeitet und werden auch wieder treffen. Und überhaupt kann man im Moment ja niemandem einen Vorwurf machen."
In der Vorbereitung kam vorübergehend der Gedanke ins Spiel, Kachunga könne ausgeliehen werden. "Wenn man Spielpraxis in einer Ersten Mannschaft sammeln kann, ist das immer eine gute Sache. Aber es hat nicht geklappt, und ich bin jetzt auch nicht traurig", sagt Kachunga zu diesem Thema. Traurigkeit dokumentiert seine Quote in der Regionalliga nun auch wirklich nicht.
Das soll nach sechs Siegen in Folge und Platz zwei in der Regionalliga auch gegen Leverkusen am heutigen Samstag so weiter gehen. Eine Serie von zehn Siegen in Folge, wie sie Borussia in der Bundesliga einst gelang, spielt für Kachunga keine Rolle. "Wir denken nur von Spiel zu Spiel und wollen am Samstag natürlich gewinnen", sagt Elias Kachunga.
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