Borussia Mönchengladbach: Kein Selbstläufer
VON KARSTEN KELLERMANN - zuletzt aktualisiert: 12.12.2011Borussia Mönchengladbach (RP). Natürlich könnte man nun sagen, dass es mit Marco Reus anders gelaufen wäre in Augsburg. Natürlich könnte man nun sagen, dass Borussia ohne Reus viel schlechter ist.
Der erste Ansatz ist hypothetisch, der zweite ein Fakt. Ein Spieler wie Reus macht jede Mannschaft besser und ist nicht einfach so zu ersetzen. Doch hat die Niederlage in Augsburg nicht ursächlich mit Reus zu tun.
Gegen Dortmund haben die Gladbacher gezeigt, wozu sie ohne ihn fähig sind, als Team überzeugt, in Augsburg war es eine kollektive Fehlleistung: die Abläufe stimmten nicht, daher geriet das Gefüge in Unordnung. Es war gleichwohl eine wichtige Erfahrung. Wie es auch die Niederlage Anfang Oktober in Freiburg war (da übrigens mit Reus).
Borussia ist gut, sie ist stabil, aber der Erfolg ist kein Selbstläufer, sondern bedarf immer wieder harter Arbeit. Die haben in diesem Fall nur die Augsburger gemacht und sich damit den Sieg verdient. "Wenn man nur ein Prozent weniger bringt, reicht es nicht", sagte Martin Stranzl zurecht. Borussia ist zurück auf dem Boden der Tatsachen, hat aber keinen Grund, am Boden zu sein.
Es wird noch mehr Tage wie den in Augsburg geben. Entscheidend ist, wie das Team mit Rückschlägen umgeht. Bislang haben die Borussen das immer gut hingekriegt. Die ganze Wahrheit der wenig erbaulichen Dienstreise nach Augsburg wird sich also gegen Mainz am Sonntag zeigen.
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